Feier der Lebenswende 2000: Erklärungen von Dompfarrer Dr. Hauke

Dompfarrer Dr. Reinhard Hauke zurFeier der Lebenswende 2000am 20. Mai 2000, 14.00 Uhr, im Erfurter Dom

Seit Oktober 1999 trafen sich monatlich 27 Jugendliche, die keiner christlichen Kirche angehören, zur Vorbereitung einer "Feier der Lebenswende", die ihren Inhalt und ihre Form als christliche Alternative zur bisherigen Jugendweihe seit 1998 gefunden hat. Das vorrangige Motiv der Jugendlichen, sich auf diese Form einzulassen, ist die Ablehnung der traditionellen Jugendweihe, die vielfach als "Massenveranstaltung ohne persönliche Prägung" bezeichnet wird. Die 27 Jugendlichen kommen aus Erfurt und umliegenden Orten und besuchen mehrheitlich das Gymnasium. Im Alter von 15 Jahren besteht das Interesse, über die Veränderung nachzudenken, die sich vollzieht, wenn der Mensch erwachsen wird. Die Jugendlichen spüren die Herausforderung der Erwachsenenwelt und wollen sich ihr stellen. Sie denken aber auch gern an die vergangene Kinderzeit, in der sie die Sorge und Hilfe der Eltern und Freunde erfahren haben. Gegenstände aus dieser vergangen Zeit werden bei der Feier am 20. Mai mitgebracht und erklärt. Die Wünsche für die persönliche Zukunft und die der Gesellschaft, in der die Jugendlichen leben, werden formuliert und vor einer Festgesellschaft von etwa 400 Gästen vorgetragen. Eine Legende von Maurice Sendak mit dem Titel "Es muß im Leben mehr als alles geben" und dem Untertitel "Sehnsucht nach dem wirklichen Leben" steht im Mittelpunkt der Feier und ist Ausgangspunkt für eine Ansprache des Dompfarrers. Musikalische Beiträge mit Posaune, Klarinette und Cello schaffen eine Atmosphäre der Besinnlichkeit und Festtagsfreude. Ein Tuch in der Lieblingsfarbe der Jugendlichen, das die Eltern auf den Stufen des Altares ausbreiten, beschreibt den bisherigen Lebensweg, der durch die Eltern und das Elternhaus geprägt wurde. Eine Kerze bringt die Hoffnung auf eine gute Zukunft zum Ausdruck, die mit Menschen gestaltet werden soll, die den Jugendlichen mit Liebe und Vertrauen zugetan sind. Ein christlicher Segen am Ende der Feier bringt den Wunsch des Pfarrers um Gottes Nähe zum Ausdruck. Wo sich so viel Offenheit für die Welt und auch für christliche Gedanken zeigt, kann Gott nicht fern sein.

Weitere Auskünfte:
Dompfarrer Dr. Reinhard Hauke, Domstraße 9, 99084 Erfurt, Tel.: 0361/5617561; Fax: 0361/6572402

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