Familienpolitisch unbedacht

Familienbund der Katholiken kritisiert Kindergeldpläne der SPD

Die von der SPD

geplante Reform des Kindergeldes wird vom Thüringer Familienbund der Katholiken

kritisiert. Der Landesgeschäftsführer des Familienbundes Dr. Kurt Herzberg

nannte das Konzept "familienpolitisch unbedacht und verfassungsrechtlich

bedenklich".

Herzberg

wörtlich. "Die geplante Abschaffung des 2002 eingeführten Betreuungs- und

Erziehungsfreibetrages (BEA) ist ein Schlag ins Gesicht der Eltern. Die

Erziehungsleistung der Eltern hatte das Bundesverfassungsgericht 1998 in einem

seinerzeit richtungsweisenden Urteil gewürdigt und die Einführung des BEA der

Politik geradezu aufgezwungen."

Für Herzberg sind

die in einem Positionspapier zusammengestellten Reformvorschläge der SPD "auch

deshalb unbedacht, weil hier faktisch Familien sich selbst entlasten sollen.

Hier wird der nächste Schritt zu einer plumpen Umverteilung innerhalb des

Familiensektors versucht. Wer so Familienpolitik macht, muss sich nicht

wundern, wenn sich immer weniger Menschen für ein Lebensmodell mit Kindern

entscheiden." 

Quelle: Pressemitteilung des Familienbundes der Katholiken im Bistum

Erfurt und im Freistaat Thüringen. Den Inhalt verantwortet der Absender.

12.1.2013