Familienbund unterstützt Landesregierung bei Verfassungsklage gegen Lebenspartnerschaftsgesetz

Erfurt (BiP). Der Thüringer Familienbund der Deutschen Katholiken unterstützt die Thüringer Landesregierung bei ihrer Verfassungsklage gegen das Lebenspartnerschaftsgesetz. Wie der Landesvorsitzende des Familienverbundes, Andreas Malur, erklärte, laufe das Gesetz auf die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe hinaus. Das untergrabe das Grundgesetz, das Ehe und Familie dem besonderen Schutz des Staates unterstelle. Ungleiches dürfe nicht gleich behandelt werden, so Malur. Die Familie dürfe nicht zum Auslaufmodell erkklärt werden. Immerhin 80 Prozent der Kinder würden bei verheirateten Eltern aufwachsen, betonte Landesvorsitzender Malur.

Anlage

Pressemitteilung des
Familienbundes der Deutschen Katholiken
Landesverband Thüringen

Familienbund unterstützt die Verfassungsklage der Thüringer Landesregierung gegen das Lebenspartnerschaftsgesetz

Ungleiches nicht gleich behandeln

Der Katholische Familienbund unterstützt die Thüringer Landesregierung bei deren Verfassungsklage gegen das vom Bundestag beschlossene Lebenspartnerschaftsgesetz.

Andreas Malur, Landesvorsitzender des Familienbundes meint: "Das vorliegende Gesetz läuft letztlich auf die völlige Gleichstellung homosexueller Paare mit der Ehe hinaus. Diese Entwicklung entspricht nicht der Intention unseres Grundgesetzes."

Die auf Ehe gegründete Familie ist nach der Auffassung des Familienbundes nach wie vor "das tragende Leitbild unserer Gesellschaft". Malur weiter: "Wer dieses Leitbild vertritt ist weder intolerant noch altmodisch. Die auf Ehe gegründete Familie fördert nachweislich am besten eine gesunde Entwicklung unserer Kinder. Es hilft auch niemandem, wenn andauernd unter dem Deckmantel der Modernität die Familie zum Auslaufmodell erklärt wird. Immerhin wachsen 80 Prozent unserer Kinder bei ihren verheirateten Eltern auf."

Eine undifferenzierte Ü;bertragung des Eherechts auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften führe nicht zu tragfähigen Lösungen, sondern untergrabe den Artikel 6 des Grundgesetzes, in dem Ehe und Familie dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung unterstellt werden. Man dürfe "Ungleiches nicht gleich behandeln".

Malur bedauerte, dass die politische und gesellschaftliche Diskussion zum Thema angesichts der Polemik und inneren Gereiztheit wenig differenziert war. Alles sei nur auf das Für und Wider eines ?Ehegleichstellungsgesetzes? ausgerichtet gewesen, ohne dass die tatsächlichen Ursachen für Diskriminierungen von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ernsthaft diskutiert würden. Malur wörtlich: "Hier ist eine Chance vertan worden. Und es ist schade, dass nun das Verfassungsgericht einen gesellschaftlich notwendigen Diskurs ersetzen muss."

Erfurt, den 18.6.2001

link