Erneuerung durch das Gebet

Erfurter Bischof schreibt Hirtenbrief zur Fastenzeit 2012

Erfurt (BiP). Für die geistliche Not in der Kirche gibt es keine bessere Therapie als das Gebet. Davon zeigt sich der Erfurter Bischof Joachim Wanke in seinem Hirtenbrief zur österlichen Bußzeit überzeugt, der am ersten Fastensonntag (26. Februar) in allen Gottesdiensten im Bistum Erfurt verlesen wird.

Die Erneuerung der Kirche und des persönlichen Christseins beginne von innen her. "Wir leben in einer Zeit, die im Begriff ist, Gott zu vergessen. Es besteht die reale Gefahr, dass wir Christen selbst in den Strudel der Gottvergessenheit hineingerissen werden", schreibt Wanke. Irgendwie sei man noch nominell Christ und bekenne sich auch dazu, aber man lebe dann im Alltag so, als ob es Gott nicht gebe.

Der Bischof lädt dazu ein, sich in der Fastenzeit intensiver um das Beten, insbesondere um das Beten mit der Heiligen Schrift zu kümmern. Das sei eine Aufgabe, die vor allen anderen Aufgaben in den Gemeinden Vorrang habe. "Erst so können die sonstigen kirchlichen Aktivitäten, die auch wichtig und notwendig sind, nachhaltig und fruchtbar werden, etwa die Sorge um den Nächsten, um Gottesdienste, um religiöse Bildung oder Gremienarbeit."

Wortlaut des Hirtenbriefes

Lexikon: Hirtenbrief