Einsatz beim Weltjugendtag

Thüringer Malteser sind unterwegs nach Köln


Pressemitteilung des Malteser Hilfsdienstes e.V., Diözese Erfurt:*


Köln/ Erfurt. Es ist soweit: Mehrere hundert ehrenamtliche Helfer des Malteser Hilfsdienstes aus über 25 Städten der ganzen Bundesrepublik haben ihre Tätigkeit in Köln begonnen. Eine Woche lang versorgen sie beim Weltjugendtag die Pilger sanitätsdienstlich. Aus Thüringen werden am kommenden Wochenende 20 Sanitäter auf dem Marienfeld bei Frechen eine Unfallhilfsstelle betreiben, wo die Abschlussmesse mit Papst Benedikt XVI. stattfindet. "Sowohl vom logistischen Aufwand, als auch von der inhaltlichen Bedeutung ist unser Einsatz beim Weltjugendtag kein normaler Dienst", sagt Jürgen Fischper, Leiter der Erfurter Sanitätsstation. "Es ist ein historisches Ereignis!" Schon seit Beginn des Jahres wurden Helfer gezielt weitergebildet und Materialien organisiert.


Insgesamt, so die Einsatzleitung der Malteser, werden die Helfer beim Weltjugendtag fast 100.000 Stunden im Einsatz sein. Die Schichtlänge beträgt jeweils 12 Stunden, alle Positionen sind doppelt besetzt. Verpflegt und untergebracht werden die Helfer in Schulen im Umland von Köln. Allein für die Anreise zum Weltjugendtag legen die insgesamt 183 Malteser Fahrzeuge eine Strecke von zusammengerechnet 125.000 Kilometern zurück. Dabei transportieren sie 82 Zelte mit einer Gesamtfläche von 2.460 qm, 25 Notfallkoffer, 75 Notfallrucksäcke und 250 Liegen. Das Gewicht der für den Einsatz bereitgestellten Medikamente beträgt 45 kg.


Dazu kommen für eine schnelle und reibungslose Kommunikation 125 Funkgeräte, 50 Notebooks und ein neues Info-Managementsystem. Für besondere Hilfs-, Melde- und Transportaufgaben während der Veranstaltung werden 20 Motorräder und Fahrräder eingesetzt. "Wir rechnen mit einem Patientenaufkommen von bis zu 2.600 Hilfeleistungen auf dem Marienfeld", so Benedikt Liefländer, operativer Leiter der Malteser beim Weltjugendtag. "Jeder Pilger ist unabhängig von seinem Alter und seiner körperlichen Verfassung ein potentieller Patient."


Schon jetzt sind 15 stationäre und drei mobile Unfallhilfsstellen in den Städten Köln, Bonn und Düsseldorf im Einsatz, bei den Abschlussfeierlichkeiten auf dem Marienfeld werden es dann 25 sein. Jede Stelle, so Liefländer, bestehe aus einem Zelt für die Erstversorgung, einem Zelt mit 8 Liegeplätzen und einem Logistik-Zelt. Sie sei mit 20 Personen besetzt, darunter Ärzte, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und bereit für 35.000 Pilger.



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