Eine starke Stimme aus der Diaspora

Bonifatiuswerk bedauert Rückzug von Bischof Wanke

Paderborn. Mit Bedauern und mit großem Verständnis für die gesundheitlichen Gründe nahm Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken, die Nachricht vom Rücktritt des Erfurter Bischofs Joachim Wanke auf. "Im Namen des Bonifatiuswerkes danke ich Bischof Wanke für seinen unermüdlichen Einsatz für die katholischen Christen in der ostdeutschen Diaspora. Er ist eine starke Stimme aus der Diaspora in die katholische Kirche in Deutschland hinein und war in seinem Amt stets ein verlässlicher und wertschätzender Partner für das Bonifatiuswerk während der deutschen Teilung bis heute", sagte der Generalsekretär des katholischen Diasporahilfswerkes in Paderborn.

Bischof Wanke habe sein Bistum sowie die gesamte ostdeutsche Diaspora-Kirche durch seine Persönlichkeit geprägt, so Monsignore Austen. "Er war ein wegweisender Impulsgeber für den gelebten Glauben und der Glaubensweitergabe, ein echter Seelsorger mit einem ausgeprägten Blick für die Nöte der Zeit", betonte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes. Einen wichtigen Dienst für die katholische Kirche in ganz Deutschland habe Wanke mit seinen Beiträgen zu der Frage geleistet, wie Christen in einer nichtchristlichen Umgebung ihren Glaube gestalten können. Im Gebiet des Bistums Erfurt sind über 70 Prozent der Bevölkerung nicht christlich getauft. "Er hat die Notwendigkeit einer missionarischen Pastoral und einer Neuevangelisierung im Bewusstsein aller deutschen Diözesen fest verankert", so Monsignore Austen.

Von 1981 bis 1994 war Joachim Wanke Apostolischer Administrator des Bischöflichen Amtes Erfurt-Meiningen. Nach der deutschen Einheit und der Erhebung Erfurts zum Bistum wurde Wanke Bischof der neu entstandenen Diözese. Einen besonderen Höhepunkt der Amtszeit Wankes stellte der Besuch des Heiligen Vaters in Erfurt im vergangenen Jahr dar. Der Anteil der katholischen Christen an der Bevölkerung in dem Gebiet des Bistums Erfurt liegt bei 7,8 Prozent. Der Großteil der Katholiken lebt im katholischen Eichsfeld. Im Rest des Bistums liegt der Katholikenanteil bei rund drei Prozent.

www.bonifatiuswerk.de


Quelle: Pressemitteilung des Bonifatiuswerkes. Den Inhalt verantwortet der Absender.


1.10.2012