Eine jugendfrische Kolping-Wallfahrt

Kolpingsfamilien aus den Diözesen Erfurt, Aachen und Fulda sowie Gäste aus der Ukraine trafen sich in Worbis





Worbis (mm). Die 32. Thüringer Kolping-Wallfahrt, die am heutigen Sonntag (2.9.2012) gut 400 Kolpingfreunde aus dem Bistum Erfurt und den Diözesen Aachen sowie Fulda in "St. Antonius" zu Worbis vereinte, strahlte ansteckende, nicht alltägliche Jugendfrische aus. So berichteten Jungen und Mädchen aus vierzehn Eichsfelddörfern, die an den diesjährigen "Kolping-Kindertagen" in Heiligenstadt teilgenommen hatten, wie sie - getreu dem Motto des hl. Don Boscos - fröhlich sind und Gutes tun. Vertreter der Eichsfelder Kolpingjugend, die zusammen mit einer Gruppe ukrainischer Jugendlicher frohe Urlaubstage verbracht hatten, bereicherten zuvor das Wallfahrtsamt gemeinsamen mit ihren Gästen durch den Gesang eines ukrainischen Kirchenliedes. Ganz normal war es dann auch, dass ein junger Ukrainer die Fürbitten aller Wallfahrer sprach. Vielleicht war dies noch einmal ein Dankeschön für den gelungenen Frühjahrseinsatz ihrer Thüringer Kolpingfreunde, die in Mannschaftsstärke zur Modernisierung eines Kindergartens in die Ukraine gereist waren.

Die traditionelle Wallfahrt hatte mit einem festlichen Gottesdienst begonnen, den Diözesanpräses Pfarrer Helmut Tasch in Konzelebration mit Propst Hartmut Gremler, Stadtdechant Engelbert Dietrich sowie dem ukrainischen Kolpingpräses Michael Zimbalinsky (griech.-kath. Pfarrer) feierte. Der Bischöfliche Kommissarius für das Eichsfeld, Propst Hartmut Gremler, erinnerte in seiner Predigt an das vor 50 Jahren begonnene 2. Vaticanum, das eine grundlegende Reform der Weltkirche einleitete, um das Evangelium glaubwürdig verkünden zu können. Leider seien inzwischen einige seiner wichtigen Impulse, zu denen auch die Stärkung des Laienapostolates gehört, aus dem bekanntlich die christlichen Verbände - wie die Kolpinggemeinschaft - ihre Kraft schöpften, hie und da auf der Strecke geblieben. Mit Blick auf die gegenwärtigen Kirchenwahlen empfahl der Propst deshalb den Gläubigen, darüber nachzudenken, was für die heutigen Gemeinden wichtig ist und allen am Herzen liegt. "Für mich ist es in der gegenwärtigen Umbruchsituation vor allem wichtig, Gott nicht weniger, sondern mehr zu lieben. Denn alles, was Gottes Weisheit widerspiegelt, das wird auch in Zukunft Menschen zusammenführen", sagte der Propst.
 
Zur festlichen Gestaltung des Hochamtes trugen die 80jährige Kolpingsfamilie Gernrode  und der dortige Gesangsverein "Concordia" bei, fürs leibliche Wohl der Wallfahrer sorgte in bewährter Weise die gastgebende KF Worbis. Ihnen und allen Wallfahrern dankte abschließend Kolping-Diözesanvorsitzender Diakon Hans-Josef Kowarsch sehr herzlich.

Michael Meinung


Quelle: Pressemitteilung des Kolping-Diözesanverbandes Erfurt. Den Inhalt verantwortet der Absender.