Eine der merkwürdigsten Wallfahrtszeiten

Wallfahrtsabschluss auf dem Hülfensberg – ein Resümee

 

Bischof Ulrich Neymeyr wallfahrtete zu Beginn der Pandemie zum „Gehülfen“; Bild: Br. Johannes Küpper, OFM

Am Sonntag, 25. Oktober  um 10 Uhr ist Wallfahrtsabschluss auf dem Hülfensberg.  Wegen der Corona Pandemie war es wohl eine der merkwürdigsten Wallfahrtszeiten, die der Hülfensberg erlebt hat,  passend zum Wallfahrtsmotto : „Seht ich mache alles neu“.
 
Es fanden keine feierlichen Wallfahrten statt,  geplante Veranstaltungen wie das „Zelt der Begegnung“ zur Erinnerung an den Mauerfall vor 30 Jahren mussten  abgesagt werden, Pilgerwanderungen  konnten wegen der Coronaschutzmaßnahmen nicht stattfinden.

Neu war aber, dass das persönliche Gebet mehr ins Bewusstsein rückte.  Am  Anfang der Coronakrise, als  Gottesdienste erlaubt  waren, kamen viele Stammbesucher bewusst auf den Berg und nahmen sich Zeit in der Kirche zu beten. Neu waren auch die in dieser Zeit die zum ersten Mal  im Internet gesendeten Gottesdienste. Viele Wallfahrer und Freunde des Hülfensberges beteten auf diese Weise zu Hause mit, als die Brüder in der Hauskapelle die Gottesdienste feierten und eine kleine Ansprache  hielten.  Neu waren auch die Angebote für Wortgottesdienste daheim, manche Familie fing auf diese Weise an, wieder gemeinsam zu Hause zu beten.

Ebenfalls neu war in diesem Jahr, dass deutlich mehr Touristen den Berg besuchten und in Stille vor dem Gehülfen beteten und ein Opferlicht aufstellten.  
Als Gottesdienste dann wieder möglich wurden, war neu, dass alle Gottesdienste im Freien stattfanden, damit keiner ausgeschlossen werden brauchte. Sie waren sehr gut besucht,  auch Wolken hielten  die Wallfahrer  nicht davon ab zu kommen.

So resümiert Bruder Johannes: Es war eine ganz andere Wallfahrtszeit, die aber gezeigt hat wie wichtig die persönliche und gemeinschaftliche Begegnung ist. Wallfahrten sind bedeutsam für den Glauben; hoffentlich können sie 2021 wieder gefeiert werden.