Vortragsabend zum Kolumbarium in der Erfurter Allerheiligenkirche...
Erfurt (BiP). Mit der Erfurter Allerheiligenkirche als künftiger Urnen-Begräbnisstätte für Christen und Nichtchristen beschäftigt sich ein Vortragsabend am Montag, 13. November um 18 Uhr in der Bibliothek der Universität Erfurt (Nordhäuser Str. 13).
Zur Einführung spricht Weihbischof Reinhard Hauke über die heutige Totenkultur. Fragen zur christlichen Begräbnisliturgie beantwortet der Erfurter Liturgiewissenschaftler Professor Benedikt Kranemann.
Die Projektleiterin zur Sanierung der Allerheiligenkirche, Christel Zschiegner, stellt den Wettbewerb zur Errichtung eines Kolumbariums, wie die Begräbnisstätten für Urnen seit dem Altertum heißen, und seine Ergebnisse vor. Der Sieger-Entwurf der Erfurter Künstlerin Evelyn Körber wird von ihr selbst erläutert. Die Wettbewerbsbeiträge können noch bis zum 23. November in der Universitättsbibliothek besichtigt werden.
Zum Abschluss des Vortragsabends berichtet der Leiter der Bischöflichen Bauamtes Andreas Gold über den aktuellen Sanierungsstand und über die Ausgrabungen im Inneren der Allerheiligenkirche.
Nach einem Beschluss des Domkapitels des Erfurter Mariendomes, zu zu dessen Pfarrei die 1117 gestiftete Allerheiligenkirche heute gehört, soll die Kirche künftig auch als Begräbnisstätte dienen. Damit wird eine Jahrhunderte alte Tradition wieder belebt, wobei dort erstmalig Christen und Nichtchristen gemeinsam und in Urnen beigesetzt werden.
Informationen und Ansprechpartner zum Kolumbarium in der Allerheiligenkirche