Ein halbes Jahrhundert und mehr

Elisabethmedaille für Manfred Langenberger, Sondershausen und Hugo Große, Kirchworbis

Bild: Peter Weidemann / Bistum Erfurt

In Anerkennung langjähriger Dienste in ihrer Kirchgemeinde wurde an den letzten beiden Sonntagen jeweils eine Elisabethmedaille verliehen, und zwar am Pfingstsonntag an Hugo Große aus Kirchworbis und am gestrigen Dreifaltigkeitssonntag an Manfred Langenberger aus Sondershausen.
Seit 50 Jahren engagieren sie sich in ihren Gemeinden, die sich nun mit ihnen über die Auszeichnung mit der Elisabethmedaille des Bistums freuen.

Hugo Große

Er sei, so soll es seine Frau einmal gesagt haben, "mit der Kirche verheiratet". Blickt man auf sein vielfältiges Engagement in der Kirchgemeinde, kommt man nicht umhin, das zu glauben. Vor 50 Jahren erhielt ervon Bischof Hugo Aufderbeck die offizielle Beauftragung für den Dienst als Kommunionhelfer. Er erinnert sich, dass damals etliche Gläubige beim Kommuniongang die Seite wechselten, um die Hostie vom Priester zu empfangen. Ein Laie, der die Kommunion austeilt – für viele damals unvorstellbar.
 
Doch nicht nur als Kommunionhelfer stand Hugo Große bereit. 30 Jahre im Pfarrgemeinderat und davon 25 Jahre als dessen Vorsitzender ergänzen die lange Liste seines Engagements. Schon zu DDR-Zeiten organisierte und begleitete er viele Bautätigkeiten (Bau des Pfarrheims, Sanierung der St. Martin Kirche und Valentinuskapelle, Teilabriss und Neubau des Kindergartens u.a.m.)

Bis heute war und ist, so heißt es aus der Gemeinde, Herr Große die treibende Kraft bei Arbeitseinsätzen und Pfarreiveranstaltungen, Wartung der Glockenanlage oder zweite Sanierung der Kirche.

Mit nicht weniger Einsatz leitete er in all den Jahren Wortgottesdienste und Andachten und besuchte die Kranken daheim, um ihnen die hl. Kommunion zu bringen.



Manfred Langenberger

Er sei, so heißt es aus der Gemeinde, die um die Verleihung der Elisabeth-Medaille für Manfred Langenberger bat, die Seele der Gemeinde in Sonderhausen.

Die Richtschnur für sein Leben ist sein christlicher Glaube. Aus diesem heraus ließ er sich vor 50 Jahren zum Dienst als Diakonatshelfer beauftragen und war bis 2020 als solcher in Sondershausen und den damaligen Stationen Niederspier, Oberspier, Hachelbich, Jecha, Badra, Berka, Großfurra, Schernberg tätig.

Seit 2004 kümmert er sich im Hausmeisterdienst um Kirche und Pfarrhaus und sorgt für einen ansprechenden Eindruck des Geländes.