Ein Ehrenamt mit Erfolgsgeschichte

Bischof Neymeyr beauftragt 19 neue Diakonats- und Kommunionhelfer aus Dingelstädt, Erfurt, Ilmenau, Jena, Leinefelde, Nordhausen, Sömmerda, Suhl und Weißenborn-Lüderode

Bild: Peter Weidemann; in: Pfarrbriefservice.de

Erfurt (BiP). 503 Diakonats- und Kommunionhelfer gibt es im Bistum Erfurt. Am Samstag, 24. März werden es 522 sein, wenn Bischof Ulrich Neymeyr 19 weitere Männer und Frauen aus Jena, Erfurt, Suhl, Ilmenau, Leinefelde, Weißenborn-Lüderode, Dingelstädt, Nordhausen und Sömmerda im Erfurter Dom zu diesem Dienst beauftragt hat.

Sie alle sind Teil einer Erfolgsgeschichte, auch wenn sie in einer Notsituation gründet. Am 30. April 1965 erteilte der Vatikan der katholischen Kirche in der DDR eine Sondererlaubnis, mit der es Nichtpriestern möglich war, auf den Außenstellen der Kirchengemeinden Wortgottesdienste zu leiten und die heilige Kommunion auszuteilen. Durch die vielen Flüchtlinge in Folge des Zweiten Weltkrieges gab es in der DDR immer mehr Orte, wo sonntags keine Heilige Messe gefeiert werden konnte.

Was als Sondererlaubnis für die DDR begann, wurde 1967 vom Vatikan auf die gesamte Weltkirche ausgeweitet, so dass überall, wo es zu wenige Priester gibt, Männer und Frauen aus den Gemeinden die Gläubigen zum Hören des Bibelwortes und zum Empfang des eucharistischen Brotes versammeln können. Die guten Erfahrungen, die in der hiesigen Kirchenlandschaft gemacht worden waren, mögen ihren Teil zu dieser Entscheidung Roms beigetragen haben.

„Jeder Katholik, der eine solche Aufgabe neu übernimmt, verweist auf die Potentiale, die in unseren Kirchengemeinden schlummern. Dass die Menschen bereit sind, sich einzubringen, ist für mich ein Hoffnungszeichen für unsere Kirche“, freut sich Dr. Anne Rademacher, Leiterin des Erfurter Seelsorgeamtes.

Der Akt der Beauftragung im Festgottesdienst am 24. März (15.30 Uhr) wird dem entsprechend ebenso würdig wie erfreulich sein. Jedem und jeder einzelnen der neuen Diakonats- und Kommunionhelfer wird Bischof Neymeyr die Ernennungsurkunde persönlich überreichen, nachdem die Männer und Frauen ihre Bereitschaft zum Dienst erklärt haben. Dem Gottesdienst geht am Samstag ein Studientag mit rund 300 Teilnehmern voraus, zu dem alle Diakonats- und Kommunionhelfer eingeladen wurden.