Mit allen Katholiken unseres Bistums trauern wir um unseren verstorbenen Papst Johannes Paul II. Gemeinsam haben wir den Papst in den letzten Tagen bis zu seinem Tod im Gebet begleitet.
Wir verlieren mit ihm einen Papst, der die Geschichte der Kirche und der Welt während seines Pontifikats in vielfältiger Weise und nachhaltig beeinflusst, mitgestaltet und geprägt hat.
Papst Johannes Paul II. war ein Mann von großer Geradlinigkeit, Offenheit und Weitsicht. Seinem Anliegen, die Botschaft von Jesus dem Auferstandenen für alle Menschen in der Welt erfahrbar zu machen, hat er alles andere untergeordnet. Diesem Anliegen ist er sich treu bis in den Tod geblieben.
Erinnert sei an seine Bemühungen um den Frieden in der Welt, die Ablehnung von Kriegen, seine Parteinahme für die Armen, sein Einsatz für den unbedingten Schutz des Lebens von Anfang an, sein eintreten für die Annäherung der Weltreligionen und die Versöhnung mit diesen.
Papst Johannes Paul II. war auch ein streitbarer Papst, aber durch sein konsequentes Festhalten an seinen Vorstellungen, sich nicht dem Zeitgeist anpassen, hat ihn zu der Autorität gemacht, die ihm Achtung und Anerkennung in der ganzen Welt eingebracht hat.
Sein authentisches Leben war überzeugend bis zu seinem Leiden und Sterben, dass ihn auch für viele Jugendliche zum Vorbild machte.
Dankbar sind wir ihm in Deutschland besonders für sein Mitwirken bei der Ü;berwindung des Kommunismus und seinem Einsatz für die Wiedervereinigung Deutschlands.
Gern erinnern wir uns in Erfurt auch an seinen Besuch vor fast 30 Jahren als Kardinal zur Bistumswallfahrt.
Wir trauern um ihn und empfehlen ihn dem Gebet aller Gläubigen.
Erfurt, den 03.04.2005
Für den Katholikenrat des Bistums Erfurt
Alois Wolf
Vorsitzender
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