Ehrung für jahrzehntelanges Engagement für die Erfurter Schottenkirche

Bischof Ulrich Neymeyr zeichnet Robert Bürgermeister mit der Elisabeth-Medaille aus

Bild: Peter Weidemann, Erfurt

Erfurt (BiP). Wer etwas über die Schottenkirche St. Nicolai und St. Jacobi in Erfurt erfahren möchte, hat in Robert Bürgermeister einen idealen Ansprechpartner. Der soeben 90 Jahre alt gewordene Katholik engagiert sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich für das Gotteshaus und seine Gemeinde und kennt die Kirche von innen und außen wie kein Zweiter. Kein Wunder, denn Robert Bürgermeister betreute die Renovierung der Schottenkirche von Anfang an bis zum Einbau eines gläsernen Windfangs im Jahr 2012.
 
Er kümmerte sich um die Absprachen mit dem Architekten, begleitete die Renovierungsarbeiten vor Ort und war auch für die Dokumentation und Abnahme der Baumaßnahmen zuständig. Mit Fug und Recht kann gesagt werden, dass Bürgermeister in unzähligen Stunden im Ehrenamt das heutige Erscheinungsbild der Kirche mitgeprägt hat. Da wundert es fast schon, dass er auch noch über viele Jahre Zeit fand, das Pfarrbüro der Gemeinde zu betreuen.
 
Für dieses außergewöhnliche Engagement hat nun Bischof Ulrich Neymeyr die Elisabeth-Medaille des Bistums Erfurt an Robert Bürgermeister verliehen. Mit der nach der Bistumspatronin Elisabeth von Thüringen benannten Auszeichnung ehrt die Diözese Erfurt herausragende Verdienste für die Kirche. Im Fall von Robert Bürgermeister liegen diese Verdienste nicht allein in der Vergangenheit.
 
Trotz seines hohen Alters und eines mittlerweile eingeschränkten Sehvermögens ist Bürgermeister nach wie vor als Kontaktperson vor Ort aktiv. Mitglieder der Gemeinde, Chöre, die in der Schottenkirche auftreten möchten, und auch Handwerker, die Reparaturarbeiten durchführen müssen, finden in ihm einen verlässlichen Ansprechpartner. Und wer wissen will, warum die Kirche St. Nicolai und St. Jacobi „Schottenkirche“ genannt wird, kann das natürlich bei Wikipedia nachsehen. Aber viel interessanter und lebendiger weiß es Robert Bürgermeister zu erzählen, und er tut es gern.

Der Geehrte, Robert Bürgermeister, und Pfarrer Marcellus Klaus;
Foto: Stephan Bürgermeister