Erfurt (BiP). Mit einem zweitägigen Festprogramm feiert die Edith-Stein-Schule am 23. und 24. August ihr zehnjähriges Bestehen. Zusätzlich findet am 12. September in der Schul-Aula eine Podiumsdiskussion über die PISA-Studie statt, zu der das Katholische Forum und die Schulabteilung des Bistums Erfurt einladen. Das staatlich anerkannte Gymnasium mit Regelschulzweig in der Trägerschaft des Bistums Erfurt war am 23. August 1992 eingeweiht worden. Damals unterrichteten 14 Lehrer 147 Schülerinnen und Schüler in den Klassen 5 und 6. Zehn Jahre später sind es 64 Lehrer und 722 Schüler in acht Jahrgangstufen. Die Zahl der übrigen Mitarbeiter wie Hausmeister und Sekretärinen blieb fast konstant: Statt der sechs Männer und Frauen im Jahr 1992 sind es heute sieben.
Auftakt der Feierlichkeiten ist am Freitag, 23. August, die Revue "Zeitsprünge", die um 19.30 Uhr im Auditorium Maximum der Universität Erfurt aufgeführt wird. Mit Theaterszenen, Liedern, Ton- und Bilddokumenten "springt" ein 80-köpfiges Schüler-Ensemble durch die Geschichte der Schule. Auch die über 300 Jahre währende "Vorgeschichte" der Schule bleibt im Blick: 1667 eröffneten die heute noch in Erfurt ansässigen Ursulinen am Anger eine Mädchenschule, die bis 1938 fast ununterbrochen Bestand hatte. Dann wurde sie von den Nationalsozialisten geschlossen und durfte auch nicht zu Zeiten der DDR wiedereröffnet werden. Als katholisches Gymnasium auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes ist die Edith-Stein-Schule darum die direkte Nachfolgerin der Ursulinenschule, dessen altes Gebäude neben einem modernen Erweiterungsbau nach wie vor genutzt wird.
Für die Premiere der Revue gibt es nur noch wenige Restkarten an der Abendkasse. Wer die Geschichte und Geschichten der Schule nicht verpassen will, sollte daher am Vorabend (22. August) eine Vorpremiere um 19.30 Uhr im Auditorium Maximum der Universität besuchen. Die Zusatzveranstaltung wurde wegen der großen Nachfrage angesetzt.
Den zweiten Festtag am Samstag, 24. August, eröffnet ein Festgottesdienst mit Bischof Joachim Wanke um 9 Uhr im Erfurter Dom. Um 11 Uhr versammelt sich die Festgemeinde in der Aula der Edith-Stein-Schule zu einem Festakt mit Ehrengästen aus Kirche, Wissenschaft und Politik. Als Festredner spricht Professor Dr. Walter Eykmann über "Common sense zwischen Elternhaus und Schule - Chancen für eine gelingende Erziehungspartnerschaft".
Dem Festakt schließt sich von 13 bis 16 Uhr ein Schulfest an, zu dem alle interessierten Erfurter geladen sind. Neben künstlerischen und musikalischen Programmen steht die Ergebnispräsentation der zuvor durchgeführten Projektwoche im Mittelpunkt, darunter Projekte über das Leben der Schulpatronin Edith Stein sowie über natur- und gesellschaftwissenschaftliche Themen wie Fliegerei, Experimentalgeschichte und Chronometer. Für die von der Elternvertretung organisierte Tombola stehen attraktive Preise zur Verfügung.
Der Tag schließt mit einem Festball für die Angehörigen der Schule und geladene Gäste.
Website der Edith-Stein-Schule