Die Zukunft gehört Gott und den Mutigen

42. Thüringer Kolpingwallfahrt nach Worbis

Zur traditionellen Kolpingwallfahrt trafen sich am ersten September-Sonntag Vertreter aus 15 Thüringer Kolpingsfamilien sowie Gäste aus den Diözesen Fulda und Hildesheim in St. Antonius von Worbis. Gemeinsam mit dem neuen Kolping-Bundespräses, Hans-Joachim Wahl aus Köln, bedachten sie in der Wallfahrts-Messe sowie der Schlußandacht das Kolping-Wort "Die Zukunft gehört Gott und den Mutigen". Pfarrer Wahl nannte in seiner Predigt das Tagesevangelium in diesem Sinne eine Steilvorlage, weil "Gott die Liebe ist" und er überall dort sichtbar werde, "wo Menschen aus der Liebe leben". Der Bundespräses forderte daher die Kolpingsfamilien auf, sich - wie Adolph Kolping - den Wirklichkeiten dieser Welt zu stellen und die Nöte der Zeit zu sehen. Als aktuellen Beleg führte Pfarrer Wahl den gegenwärtigen Neubau von mehreren deutschen
Kolping-Jugendwohnheimen an, die gebraucht und gut angenommen würden.

Die Mitglieder des Kolping-Diözesanverbandes Erfurt konnten ihrerseits kurz vor dem Worbiser Treffen beachtliche Solidaritätsaktivitäten bilanzieren: So haben sie bisher weit über 50.000 Euro für Notleidende ín der Ukraine gesammelt und selbst auch sechs größere Hilfstransporte in das kriegszerstörte Land gebracht. Weiter geführt werden von ihnen darüber hinaus auch die verschiedenen Aktionen der Rumänienhilfe, die den Kolpingern bereits seit 1990 Herzenssache ist.

In der Andacht, in der gemeinsam für die Heiligsprechung Adolph Kolpings gebetet wurde, dankte Bundespräses Wahl den Thüringer Kolping-Mitgliedern nochmals für ihre Treue zur Kirche und zu Kolping und bat sie herzlich, weiterhin tatkräftig an der Erneuerung von Kirche und Welt mitzuwirken. Ebenso wurde in den Fürbitten die Notwendigkeit eines dauernden gesellschaftlichen Dialoges aufgegriffen, in den sich Kolpingmitglieder nach Kräften einbringen sollten.

Diözesan-Vorsitzender Hans-Josef Kowarsch dankte abschließend nicht nur dem Bundespräses für seinen ersten Besuch im DV Erfurt, sondern ebenso den fünf Mitkonzelebranten und dem Chor "Projekt Cilia" aus Niederorschel für die festliche Umrahmung eines frohen Wallfahrtstages.

 

Text und Bilder: Michael Meinung