Die Macht der Kirchen brechen

Die Jugendweihe in der DDR und die Stasi

Bild: Peter WeidemannIn: Pfarrbriefservice.de

Als der eben erst gebildete Zentrale Ausschuss für Jugendweihe im November 1954 völlig unvermittelt seinen Aufruf zur Jugendweihe veröffentlichte, kam dies vor allem für die Kirchen überraschend. Bereits die Jugendweihen vor 1933 trugen deutlich antikirchliche Züge. Auch deshalb vertraten die Kirchen nun eine strikte Entweder-oder-Haltung.
In den Archiven des BStU wurde untersucht, welcher Anteil dem Staatssicherheitsdienst bei der Einführung der Jugendweihe zukam. Mit Erfolg beeinflusste dieser die geistlichen Amtsträger und versuchte, einen Keil zwischen die Gläubigen und ihre Seelsorger zu treiben. Ziel war es, Gegner der Jugendweihe mundtot zu machen.

Das Eichsfeldforum bietet am 25.10.2018, 19.30 Uhr einen Vortrag mit Dr. Markus Anhalt (Mitarbeiter der Außenstelle Leipzig des Bundesbeauftragten für Stasiunterlagen) im Marcel-Callo-Haus, in der Lindenallee 21 in Heilbad Heiligenstadt, an. Der Vortrag zeichnet die Anfänge der Jugendweihe in der DDR nach und klärt über die Mitwirkung der Staatssicherheit bei der Durchsetzung kirchpolitischer Ziele auf.