Der Vater der eichsfeldischen Geschichtsschreibung

Seltene Bücher von Johann Wolf im Nachdruck erschienen

Pressemitteilung des Bischöflichen Kommissariates Heiligenstadt:*


Der Vater der eichsfeldischen Geschichtsschreibung, Johann Wolf (1743-1826), gab 1819 das Eichsfeldische Urkundenbuch nebst einer Abhandlung von dem Eichsfeldischen Adel heraus, um "alle für unsere Vaterlandsgeschichte benutzten Quellen, wann, wo und wie ich daraus geschöpft habe, hier nochmals anzuzeigen" . Das Eichsfeldische Urkundenbuch von Johann Wolf zählt zu den Grundlagenwerken der eichsfeldischen Geschichte. Dieses Buch mit fast 270 Urkunden zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert wurde in kleiner Auflage mit 300 Exemplaren nachgedruckt.


Die in Latein gehaltenen Urkunden sind erstmals wortgetreu in die deutsche Sprache übertragen worden. Durch die Ü;bersetzung sind nun diese Schriftzeugnisse, die einen detaillierten Einblick in die Geschichte des Eichsfeldes gewähren, einem größeren Leserkreis zugänglich, ein Hauptanliegen des Herausgebers, dem Bischöflichen Geistlichen Kommissariat in Heiligenstadt. Neben der Vielzaahl an Verträgen über Verkauf, Tausch von Immobilien und weiteren Gütern, die die katholische Kirche mit ihren klösterlichen Gemeinschaften und Stiften, den Adel sowie die bürgerliche Gemeinschaft in ihrem Miteinander im Eichsfeld berührte, enthält der Band u. a. auch das Testament des Erfurter Weihbischofs Nikolaus Elgard oder eine Schilderung der katastrophalen Zustände während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648).


Wegen ihres Wertes für die eichsfeldische Landeskunde sind zusätzlich zwei rar gewordene Originale von Johann Wolf ebenfalls in den Reprint aufgenommen worden: Es ist die Kritische Abhandlung über den Hülfensberg im Harzdepartment, im Königreich Westphalen (Göttingen 1808) sowie die Kleinschrift über Die heiligen Märtyrer Sergius und Bacchus - Kirchen-Patrone zu Kreuzeber auf dem Eichsfelde, nebst historischen Nachrichten von der dasigen Kirche (Göttingen 1823):


Der Sammelband mit dem drei Nachdrucken ist durch die ins Deutsche übertragenen Urkunden eine einzigartige Quellenedition, die sich an jeden Interessierten wendet.


Das Buch mit einem Seitenumfang von 748 Seiten kann zu einem Preis von 35 Euro direkt beim Eichsfeld Verlag (Lindenallee 44, 37 308 Heiligenstadt, Tel.: 03606/50 87 80; Fax.: 03606/50 87 81) bestellt werden. Bestellungen bis zum 20. Dezember 2004 werden noch vor Weihnachten ausgeliefert.


Maik Pinkert



*Die Verantworung für den Inhalt der Pressemitteilung liegt beim oben angeführten Absender




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