Der Countdown läuft

72-Stunden-Aktion des BDKJ: Vor dem Start der größten bundesweiten Sozialaktion der katholischen Jugend berichteten Thüringer Jugendliche von ihren geplanten Projekten

Etwa vierhundert Jugendliche aus verschiedenen Orten in Thüringen werden sich mit einem eigenen Projekt an der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) vom 13. bis 16. Juni beteiligen.

Einige von ihnen trafen sich am Samstag (13. April) in den Räumlichkeiten der Malteser Jugend in Erfurt. Vertreter des BDKJ-Diözesanvorstandes, der Malteser- und der Kolpingjugend berichteten über ihre geplanten Aktionen. Bisher gibt es 16 angemeldete Projekte im Bistum Erfurt. So wie die Jugendlichen bei vielen weiteren Veranstaltungen an diesem Tag in ganz Deutschland sprühten die Teilnehmer in Erfurt anschließend das Logo der 72-Stunden-Aktion mit Sprühkreide auf dem Hof.

"Ich bin nicht derjenige, der viele Worte macht, sondern möchte gern mit anpacken und etwas gestalten", begann Ludwig Zeisberg (BDKJ-Diözesanvorsitzender) seine Vorstellung der 72-Stunden-Aktion. "Deshalb freue ich mich sehr, dass die katholische Jugend in ganz Deutschland im Juni zeigen wird, wie wichtig ihr der tatkräftige Einsatz für andere Menschen ist. Wir tun etwas Gutes für die Gesellschaft und werden selbst viel Spaß dabei haben", so der Siebzehnjährige aus Meiningen weiter. Der christliche Glaube sei sein persönlicher Beweggrund dafür, um genauso wie die vielen anderen Aktionsteilnehmer die Welt ein bisschen besser zu machen.

Thüringer Jugendgruppen von Eisenach bis Gera und vom Eichsfeld bis nach Saalfeld haben sich in den vergangenen Wochen bereits überlegt, welches konkrete Projekt sie während der 72 Stunden in Angriff nehmen könnten. So berichtete Landesvorsitzender Benedikt Genter, dass die Malteser Jugend vorhabe, ein Riesen-Puzzle aus 24.000 Teilen in der Erfurter Innenstadt fertig zu bekommen. Nicht nur die eigenen Mitglieder würden dabei helfen, sondern auch Passanten sollen angesprochen werden, ob sie für einen kleinen Obolus mitpuzzeln würden. Die so gesammelten Spenden sowie der Erlös aus der Versteigerung des vollendeten Werkes würden dann einem Träger in Thüringen zu Gute kommen, der sich um Kinder und Jugendliche mit psychischen Störungen oder Verhaltensauffälligkeiten kümmert.

Maria Weißenborn erzählte von einem Projekt der Kolpingjugend, wo Hinweistafeln mit geschichtlichen Hintergrundinformationen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze bei Kirchgandern erarbeitet und später aufgestellt werden sollen. Weitere geplante Aktionen von Thüringer Jugendgruppen sehen die Renovierung von Räumen in sozialen Einrichtungen, öffentlichen Friedhöfen, Zelt- oder Spielplätzen vor. Einige der 16 bisher gemeldeten Gruppen im Bistum Erfurt überlegen noch, mit welchem Projekt sie am 13. Juni an den Start gehen werden oder wollen ganz bewusst erst an diesem Tag erfahren, was ihre Aufgabe für die 72 Stunden sein soll.

Damit all das Geplante gelingen kann, braucht es viele direkte und indirekte Unterstützer. Bei vielen Projekten wird logistische Hilfe benötigt. Oftmals sind Sachspenden willkommen oder auch kleinere Gesten der Anerkennung für das Geleistete. Ganz ohne finanzielle Unterstützung geht es aber auch nicht. Neben den bundesweiten Sponsoren der Aktion wie dem Bundesministerium für Familien, Soziales, Frauen und Jugend, der Deutschen Bischofskonferenz, dem Kindermissionswerk und dem Hilfswerk Misereor unterstützt auch das Sozialministerium des Freistaates die Projekte in Thüringen. Für weitere Spenden vor Ort wären die jugendlichen Aktionsteilnehmer aber auch dankbar.

www.72stunden.de

Der BDKJ in Thüringen: Der Landesverband Thüringen des BDKJ ist der Dachverband der katholischen Jugendverbände und Pfarrjugendgruppen im Freistaat. Er vertritt die Interessen von etwa 30.000 Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft.

www.jugend-im-bistum-erfurt.de

 

 


Quelle: Pressemitteilung des BDKJ-Landesverbandes Thüringen. Den Inhalt verantwortet der Absender.

15.4.2013