Der Povorello und seine Liebe zur Schöpfung

800 Jahre Franz von Assisi. Franziskusfest auf dem Hülfensberg.

Bild: Gabi Fleischmann In: Pfarrbriefservice.de

Auch acht Jahrhunderte nach seinem Tod bewegt er noch immer viele Menschen. Gemeint ist Franz von Assisi. Er starb am Vorabend des 4. Oktober 1226. Ein Mann, der den Luxus hinter sich ließ und die Verbindung zur Natur neu suchte. Wer anlässlich des 800. Todesjahres des Heiligen ein paar Schritte aus dem Alltag austreten möchte, hat dazu am ersten Oktober-Wochenende im Eichsfeld die Gelegenheit. Rund um den Hülfensberg, dem bekannten Wallfahrtsort mit seiner langen Franziskanertradition, wird dieses Jubiläum gebührend gefeiert.

Der Auftakt für das Franziskusfest erfolgt bereits am Samstag, den 3. Oktober. Der Vormittag startet um 10:00 Uhr mit der traditionellen Wallfahrt zum Tag der deutschen Einheit an der Kapelle der Einheit in Döringsdorf. Nach einem kurzen Wortgottesdienst macht sich die Prozession gemeinsam auf den Weg hinauf zum Hülfensberg. Dort zelebriert Br. Othmar Brüggemann, früherer Wallfahrtsleiter auf dem Berg und heute auf dem Kreuzberg zu Hause, die Eucharistiefeier. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es beim Picknick vor Ort eine kleine Stärkung und Raum für gute Gespräche.

Um 18:00 Uhr lädt dann die Bergkirche zur Transitusfeier ein. Dieser meditative Wortgottesdienst gehört fest zum Vorabend des Franziskustages und nimmt die letzten Stunden und den Tod des Ordensgründers in den Blick. Wer mag, bleibt danach noch auf ein Glas Wein, frisches Brot und Käse im Pilgersaal, um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

 

Am Sonntag, den 4. Oktober, heißt es dann früh aufstehen für Beine und Seele:

Ab Hildebrandshausen führt um 08:00 Uhr ein etwa fünf Kilometer langer Weg hinauf auf den Berg. Die kleine Pilgertour wird von der Projektgruppe Pilgern des Bistums Erfurt begleitet.

Um 10:00 Uhr bildet der feierliche Gottesdienst den musikalischen und geistliche Höhepunkt auf dem Hülfensberg. Gestaltet mit den Stimmen des Kirchenchores aus Effelder und Johannes Kirchberg an der Orgel, bietet die Messe einen stimmungsvollen Rahmen für das Franziskusfest. Nach dem Gottesdienst stehen kalte und warme Stärkungen bereit, während Zeit für Begegnung bleibt.

Der 4. Oktober markiert übrigens nicht nur das Franziskusfest, sondern setzt auch das Ende für die weltweite Schöpfungszeit, die jedes Jahr vom 1. September bis zu diesem Tag läuft. Franz von Assisi hat die Liebe zur Natur und der Tierwelt vorgelebt. Sein Blick auf die Umwelt erinnert daran, wie wichtig ein achtsamer Umgang mit der Schöpfung Gottes ist.