Dem Andrang Raum schaffen

Das Bistum Erfurt will sein Familienzentrum auf dem Kerbschen Berg ausbauen


Das Familienzentrum befindet sich in einem ehemaligen Franziskanerkloster
Das Bistum Erfurt will sein Familienzentrum auf dem Kerbschen Berg ausbauen

Dingelstädt (BiP). Dass Erfolg nicht nur schön sein, sondern auch Probleme aufwerfen kann, lässt sich derzeit am Familienzentrum "Kloster Kerbscher Berg" studieren. Die Angebote für Familien, Alleinerziehende und ihre Kinder werden so gut angenommen, dass es im ehemaligen Franziskanerkloster zu eng geworden ist. Eine Idee zur Abhilfe gibt es schon: Das Bistum Erfurt als Träger des Hauses möchte das Familienzentrum ausbauen.


Die Bilanz des Kerbschen Berges kann sich sehen lassen. "Allein am Mütter-Eltern-Kind-Programm nehmen regelmäßig 350 Personen teil, und auch die übrigen Kurse, etwa musisch-kreativer Art oder zur Erziehungshilfe, finden sehr regen Zuspruch", sagt Domkapitular Gerhard Stöber, der im Erfurter Seelsorgeamt für das Familienzentrum zuständig ist. Mittlerweile habe das Zentrum sogar zwei Außenstellen in Heiligenstadt und Leinefelde eingerichtet, um der Nachfrage zu entsprechen. "Aber das kann keine Dauerlösung sein", meint Stöber. Für alle Beteiligten wäre es schöner und praktischer, wenn alle Kurse unter einem Dach, eben auf dem Kerbschen Berg, stattfinden könnten.


Diesem Ziel arbeitet zur Zeit das Bischöfliche Bauamt entgegen. "Wir sind eher noch am Anfang der Planung als am Ende, haben aber schon einige Vorstellungen", berichtet Cornelia Schimek, die im Bauamt die Region Eichsfeld betreut. Sie will den Aufwand so gering wie möglich halten. "Mit einem Umbau des Hauses würden wir schon dem Raumbedarf und den pädagogischen Notwendigkeiten genügen", führt die Bauingenieurin aus.


Insgesamt steht nämlich mehr Nutzungsfläche als bisher zur Verfügung, weil der kleine Ursulinenkonvent seine Wohnung im Familienzentrum verlässt. Die drei Schwestern ziehen nach Leinefelde und wollen sich dort im Caritas- und Gemeindezentrum St. Bonifatius einbringen. "Für uns bedeutet das, über einen Anbau nicht einmal nachdenken zu müssen", führt Frau Schimek aus. Die Wohnung für einen Priester auf dem Kerbschen Berg bleibe selbstverständlich erhalten.


Während der Umbauarbeiten soll der Kursbetrieb wie gewohnt weiterlaufen. "Wir rechnen nur mit marginalen Beeinträchtigungen", sagt die Ingenieurin.


Insgesamt also erfreuliche Aussichten für die Gäste des Kerbschen Berges, dessen Familienzentrum in seiner Art im Eichsfeld einzigartig ist. Bliebe noch, über die Kosten zu reden. Aber dazu kann und will Cornelia Schimek noch nichts sagen. "Wir möchten erst die Förderanträge auf den Weg gebracht haben", bittet sie um Verständnis.

Weitere Infos, Adresse und Programm des Familienzentrums