"Das Sterben wird durch Christus sichtbar als Vorübergang"

Zum Tod von Pfarrer i.R. Josef Seitz

Am 22. August 2021 rief Gott, der Herr über Leben und Tod, seinen treuen Diener und unseren Mitbruder Herrn Pfarrer in Ruhe Josef Seitz zu sich in sein himmlisches Reich.

Pfarrer Josef Seitz stand im 77. Lebensjahr und im 50. Jahr seines priesterlichen Dienstes.
Josef Seitz wurde am 20. März 1945 in Hüpstedt geboren. Dem Ehepaar Seitz wurden drei Söhne geschenkt, von denen Josef der Jüngste war. Nach Beendigung der Schulzeit in Hüpstedt und Mühlhausen legte er das kirchliche Abitur 1966 in Schöneiche ab. Damit bereitete er sich auf das Studium der Theologie in Erfurt vor, um Priester werden zu können. Nach Abschluss der Studienzeit und dem sich
anschließenden Pastoralkurs wurde Josef Seitz am 24. Juni 1972 durch Bischof Hugo Aufderbeck im
Erfurter Mariendom zum Priester geweiht.

Seinen priesterlichen Dienst begann Josef Seitz 1972 als Kaplan in der Pfarrei Küllstedt mit Aufgaben in
der Pfarrei Bickenriede und Büttstedt. 1976 ernannte ihn der Bischof zum Rektor des Bergklosters in
Heiligenstadt und zum Leiter der Arbeitsstelle des Referates Erwachsenenseelsorge im Seelsorgeamt
für das Eichsfeld. Sein Wunsch, in der Pfarrseelsorge tätig zu sein, wurde mit der Ernennung zum Pfarrer der Pfarrei St. Lorenz zu Erfurt 1982 erfüllt. Zusätzlich übernahm er die Aufgabe des Religionslehrers im Erfurter Kindergärtnerinnen-Seminar und von 1985 bis 2001 die Aufgabe des Seelsorgers in der katholischen Studentengemeinde.
1991 kam die seelsorgliche Verantwortung für die Pfarrei St. Nicolai und St.Jacobi in Erfurt als Administrator dazu, die dann schon die künftige Verbindung der Pfarreien vorbereitete. Im gleichen Jahr wählten die Mitbrüder des Dekanates Erfurt Pfarrer Seitz zu ihrem Caritasreferenten. 1995 wurde er zum Seelsorgereferenten des Dekanates gewählt.
Eine neue Aufgabe übernahm Pfarrer Seitz 1996 als Spiritual im Priesterseminar Erfurt, um mit seinen Erfahrungen in der Seelsorge die Priesteramtskandidaten begleiten und führen zu können. Seine Liebe zur konkreten Pfarrseelsorge – besonders im Eichsfeld - wurde durch die Ernennung zum Pfarrer der Pfarrei St. Ursula in Geismar im Jahr 2005 erfüllt. Zusätzlich übernahm er im gleichen Jahr auch die seelsorgliche Verantwortung für die Pfarrei Pfaffschwende mit den Filialgemeinden Kella und Volkerode.

Nach 8 Jahren verzichtete Pfarrer Josef Seitz auf die Pfarrei Geismar und wechselte in den Dienst als Kooperator der Pfarrei St. Andreas in Bad Salzungen mit Sitz in Bad Liebenstein. Dort wurde er mit großem Eifer als Klinikseelsorger in den Kurkliniken des Thüringer Waldes tätig. Diese Aufgabe erfüllte er auch weiter, als er im Jahr 2017 auf seine Bitte hin in den Ruhestand versetzt wurde.

Aufgrund gesundheitlicher Belastungen zog Pfarrer Josef Seitz im Jahr 2019 zunächst in das Raphaelsheim in Weimar und kurze Zeit später in das „Hospital zum Heiligen Geist“ in Heiligenstadt.

Am Sonntag, dem 22. August 2021, wurde er nach schwerer Krankheit heimgerufen. Für sein verdienstvolles priesterliches Wirken möge er reichen Lohn erhalten.

Pfarrer Josef Seitz war Mitglied im Pactum Marianum seit dem 17. Februar 1999. Requiescat in pace!

 

Für das Bistum

Weihbischof Dr. Reinhard Hauke
Bischofsvikar für Priester und Diakone

 

Das Requiem für Pfarrer Josef Seitz wurde gefeiert am 27.08.2021 um 10:00 Uhr in der Pfarrkirche zu
Hüpstedt. Im Anschluss daran war die Beerdigung auf dem dortigen Kirchhof.