"Das geht zu weit"

Internationale Glaubenswoche in Erfurt stellt die Gefahren des Fundamentalismus in den Mittelpunkt

Internationale Glaubenswoche in Erfurt stellt die Gefahren des Fundamentalismus in den Mittelpunkt...

Pressemitteilung des Referates Jugendseelsorge


Etwa 50 Jugendliche aus Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Lettland und Thüringen treffen sich vom 19. bis 27. August in Erfurt zu gemeinsamen Bildungs- und Begegnungstagen. Das Referat Jugendseelsorge des Bistums Erfurt veranstaltet diese Internationale Woche mit sehr langer Tradition dieses Mal unter dem Titel "Das geht zu weit! - Gefahren des Fundamentalismus". Untergebracht sind die jungen Christen im Jugendbildungshaus "St. Sebastian". Einige von ihnen hatten sich vor einem Jahr aus Anlass des Weltjugendtages während der "Tage der Begegnung im Bistum Erfurt" kennen gelernt.


Auf unterschiedliche Weise werden sich die Jugendlichen mit Werten des europäischen Abendlandes beschäftigen sowie mit den Gefahren durch fundamentalistische Bewegungen und Gruppierungen weltweit. So wird es beispielsweise bei Vorträgen, Filmvorführungen oder Besichtigungen genauso einen Blick in die Geschichte geben, wie die Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Erscheinungsformen des Fundamentalismus oder Extremismus. Aber auch engstirnige oder traditionalistische Ansichten im zwischenmenschlichen Bereich oder im Hinblick auf das Zusammenleben der Völker werden dabei thematisiert.


Am Samstag (26. August, 10.00 Uhr im Jugendbildungshaus "St. Sebastian" in Erfurt-Hochheim) wird Bischof Joachim Wanke mit den Jugendlichen dazu ins Gespräch kommen.


Natürlich wird dies alles ergänzt durch diverse Freizeitangebote im kreativen, sportlichen oder musikalischen Bereich. Ein Ausflugstag führt die ausländischen Gäste zum Barbarossa-Denkmal auf dem Kyffhäuser und nach Bad Frankenhausen. Die jungen Christen werden in diesen Tagen aber auch gemeinsame Gottesdienste feiern und sich darüber austauschen, wie sie ihren eigenen Glauben leben.



Stichwort "Internationale Glaubenswoche"

Schon seit über dreißig Jahren schlagen junge Menschen aus dem Bistum Erfurt eine besondere Brücke nach Osteuropa. Die "Internationale Woche" findet seit Ende der 60er Jahre einmal im Jahr - zumeist in Erfurt - statt und hat in dieser Zeit eine spannende und lebendige Geschichte erlebt. Zur Zeit treffen sich Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren aus Tschechien (Ostrava und Olomouc), aus der Slowakei (Trnava), aus Lettland (Riga), aus Ungarn (Budapest und Eger) und natürlich aus dem Bistum Erfurt.


Die Anfänge der "Internationalen Woche" gehen auf Ferienfahrten von Jugendlichen aus Erfurt in die Tatra zurück. Die Kontakte zu Jugendlichen und Verantwortlichen in der damaligen Tschechoslowakei wurden geknüpft und diese zu einem Gegenbesuch nach Erfurt eingeladen.


Wechselvoll war der Name der Veranstaltung. So gab es im Laufe der Zeit verschiedene Begrifflichkeiten für die gleiche Veranstaltung. Zu Beginn hieß die Veranstaltung "Internationale Woche". Man hat dann aufgrund der politischen Situation und, um nicht unnötig Schwierigkeiten zu bekommen, auf das "Internationale" verzichtet und hat ihr den Namen "Glaubenswoche" gegeben. Nach der Wende wurde dieser Aspekt der Internationalität, der für den Teilnehmerkreis sehr wichtig war, wieder hinzugenommen: "Internationale Glaubenswoche".


Gefördert wird diese Veranstaltung durch das Bonifatiuswerk der Deutschen Katholiken sowie durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).



Jugendseelsorge im Bistum Erfurt