Christliche Feste in Europa heute

Eine Tagung zum Verhältnis von Religion und kultureller Identität

Eine Tagung zum Verhältnis von Religion und kultureller Identität

Pressemitteilung der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt:*


"Christliches Fest und kulturelle Identität Europas" ist das Thema einer Tagung, die Theologen der Universität Erfurt und die Akademie Franz-Hitze Haus in Münster veranstalten.


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Religion stößt in Europa in jüngerer Zeit auf ein neues Interesse, wie sich an der Aufmerksamkeit in Politik und Medien, aber auch der Wissenschaft rasch ablesen lässt. Die Tagung widmet sich der Frage, welche Rolle christlichen Festen im säkularen Europa zukommt. Innerhalb der Glaubensgemeinschaften besitzen sie einen hohen Rang und sind Orte eigener Identität. Doch gibt es einen Rückgang des Gottesdienstbesuchs, Kirchen und Theologen beklagen den Verlust christlicher Deutungen einzelner Kirchenjahreszeiten, immer wieder bricht die Diskussion um den arbeitsfreien Sonntag auf. Tragen die christlichen Feste etwas zur kulturellen Identität Europas bei? Im Gespräch mit Wissenschaftlern aus West- und Osteuropa sollen Fragen diskutiert werden, die Kirchen und Gesellschaften gleichermaßen betreffen.


Die Veranstalter haben den ungarischen Religionssoziologen Miklos Tomka, die Liturgiewissenschaftler Helmut Sobeczko aus Polen, Paul Post aus den Niederlanden und Arnaud Join-Lambert aus Belgien eingeladen, über die unterschiedliche Bedeutung christlicher Feste in ihren Gesellschaften zu referieren. Der Bremer Religionswissenschaftler Christoph Auffahrt eröffnet die Tagung mit einem Vortrag über "Christliche Festkultur und kulturelle Identität im Wandel". Volker Hassemer, Senator a.D. und Sprecher der Initiative "Europa eine Seele geben" referiert über "Christliche Festkultur und kulturelle Identität Europas". Die Rolle des Sonntags in Europa beleuchtet die Liturgiewissenschaftlerin Annika Bender, der Archäologe Charalampos Tsochos untersucht Orthodoxie und kulturelle Identität am Beispiel Zyperns.


Nach Meinung der Veranstalter Prof. Dr. Benedikt Kranemann, Erfurt, und Prof. DDr. Thomas Sternberg, Münster, greift die Tagung ein Thema auf, das in Gesellschaft und Kirche einer größeren Beachtung bedarf. Immerhin geht es um die Frage, was jenseits der Ökonomie zur Identität Europas beitragen kann und ob und wie Religion hier eine Rolle spielt.


Die Tagung ist Teil des Forschungsprojekt "Mobilisierung von Religion in Europa" an den Universitäten Erfurt und Jena sowie der Fachhochschule Jena, sie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin gefördert. Sie findet am 27./28 November 2008 in Münster, Akademie Franz-Hitze-Haus, statt. Nähere Informationen zum Programm und zur Anmeldung: www.franz-hitze-haus.de, 0251 - 9818490, oder am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft der Universität Erfurt, Tel. 0361-737-2568.



*Die Verantwortung für den Inhalt der Pressemitteilung liegt beim oben angeführten Absender

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