Erfurt/ Geismar. Am letzten Sonntag in diesem Kirchenjahr, dem Fest Christkönig, können auf dem Hülfensberg (Eichsfeld/Geismar OT Bebendorf) wieder viele schöne Dinge gegen eine Spende erworben werden. Von fertigen Adventskränzen und Mistelzweigen bis hin zu leckeren Cantuccini (traditionelles italienisches Mandelgebäck), von farbenfrohen selbstgestrickten warmen Socken, Weihnachtsbaumschmuck und selbst hergestelltem Apfelsaft ist alles dabei. Den Apfelsaft haben die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule in Wanfried hergestellt. Außerdem spielen sie mit ihrem Orchester nicht nur während des Gottesdienstes, sondern auch während der Spendenaktion auf.
Der Gottesdienst um 10 Uhr, der die Spendenaktion eröffnet, wird von der Gemeinschaft „vivere“, den Franziskanern auf dem Hülfensberg und den SchülerInnen der Anne-Frank-Schule Wanfried gestaltet.
Warum diese Aktion?
Seit etlichen Jahren unterstützen die Franziskaner auf dem Hülfensberg und die Gemeinschaft „vivere“ das Projekt „Eine Name und eine Zukunft“ in Aleppo. Mit dem Erlös ihrer Spendenaktion „Ein Licht für Aleppo“ wird diese Unterstützung konkret.
Aleppo ist eine Stadt im Norden Syriens, ein von Unruhen, Krieg und anderen Katastrophen (wie z.B. das schwere Erdbeben im Februar dieses Jahres) heimgesuchtes Land. Die unvorstellbare Not dort hat viele Gesichter. Vor allem das der Kinder.
Für die meisten Menschen dort sieht das Leben so aus:
- Unter der Armutsgrenze
- Bedrohung durch Hunger
- Instabile Elektrizität
- Keine Heizung
- Zerstörte Schulen
- Ausbeutung und Kinderarbeit
- Missbrauch von Kindern
- Frühe Heirat
Viele Menschen sind traumatisiert, viele davon sind Kinder, die oftmals vernachlässigt werden und so besonders anfällig für körperlichen, sexuellen und emotionalen Missbrauch sind.
Besonders schlimm ist es für Waisenkinder und Kinder von vergewaltigten und missbrauchten Frauen. Familien lassen diese Frauen oft im Stich, so dass sie sozial völlig isoliert sind und keinerlei Unterstützung vom Staat bekommen. Die durch Vergewaltigung und Missbrauch entstandenen Kinder werden oft als „Kinder der Sünde“ betrachtet und erhalten keinerlei staatliche Unterstützung.
Genau hier tritt das Projekt „Ein Name und eine Zukunft“ für die Menschen ein. Es wurde sowohl von islamischen als auch christlichen Syrern gegründet und unterstützt die vielen durch den Krieg traumatisierten Mütter und Kinder durch psychologische Rehabilitationsprogramme.
Die Aktivitäten reichen von Kunsttherapie, Musiktherapie, Theater, individueller psychologischer Betreuung bis hin zu Englisch- und Französischunterricht. In Aleppo werden so jedes Jahr 1.000 Kinder betreut.
Die Aktion „Ein Licht für Aleppo“, die nun am 26. November auf dem Hülfensberg beginnt, unterstützt das Projekt – mit Hilfe all derer, die durch ihre Spende etwas dazu beitragen.
Viele nehmen nach dem Auftaktgottesdienst am 26. November kleine Kartons mit nach Hause. Darin finden sie diese Informationen zum Projekt und sammeln bis zum Ende der Aktion Geld – die Kartons stehen zu Hause bei Privatpersonen oder auch an Arbeitsplätzen. Am 21.01.2024 um 10 Uhr endet die Aktion mit einem Gottesdienst. Sie können auch per Überweisung spenden:
Kontoinhaber: Deutsche Franziskanerprovinz – Hülfensberg
Bank: Kreissparkasse Eichsfeld
IBAN: DE25 8205 7070 0220 0004 09
BIC: HELADEF1EIC
Verwendung: Licht für Aleppo 23 / 24
Bei Angabe der Adresse des Spenders kann dieser für Einzelspenden ab 300,-€ eine Spendenquittung erhalten. Bis zu diesem Betrag reicht ein einfacher Kontoauszug, eine Buchungsbestätigung der Überweisung oder ein Einzahlungsbeleg als vereinfachter Nachweis gegenüber dem Finanzamt. Spenden, die bis Mitte Dezember eingehen, erhalten im kommenden Frühjahr 2024 die Spendenquittung, spätere Spenden im Frühjahr 2025.
Kurz: Herzlich willkommen am 26. November auf dem Hülfensberg! Doch auch wer nicht kommt, kann dazu beitragen, dass es heller wird in Aleppo. Dafür schon mal Danke!


Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Viele tragen dazu bei, dass der Spendenmarkt viel Schönes zu bieten hat.
Fotos: Br. René Walke OFM