Bischof Wanke zur ÖRK-Dekade zur Ü;berwindung von Gewalt

Die "Dekade zur Ü;bewindung von Gewalt", die der Ökumenische Rat der Kirchen für die Jahre 2001-2010 ausgerufen hat, findet die Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). Das betonte Bischof Dr. Joachim Wanke, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, in einem Grußwort bei der regionalen Eröffnung der Dekade am 10.Februar 2001 im Erfurter Augustinerkloster. Auch wenn die Katholische Kirche kein Mitglied im ÖRK sei, wolle sie doch alle Bemühungen fördern, die dem Anliegen der Dekade dienen. Gewalt zwischen den Staaten und innerhalb der Gesellschaft, auch die alltägliche Gewalt in den zwischenmenschlichen Beziehungen müsse eingedämmt werden. Besondere Bedeutung komme der Erziehung zur Gewaltfreiheit zu. Diese werde freilich getragen von einem allgemeinen Wertekonsens in der Gesellschaft, der von allen gesellschaftlichen Gruppen gestützt werden müsse.

Bischof Wanke wies ausdrücklich auf das im September 2000 veröffentlichte Wort der deutschen katholischen Bischöfe "Gerechter Friede" hin. In diesem Wort, in dem auch die ÖRK-Dekade Erwähnung findet, wird die friedensethische Diskussion innerhalb der katholischen Kirche auf dem Hintergrund der Erfahrungen des Balkankrieges fortgeschrieben. Besonders beachtenswert sei in diesem Schreiben die breite bibeltheologische Grundlegung der Friedensethik, aber auch die Behandlung der umstrittenen Frage nach der Möglichkeit des Einsatzes von Gewalt bei schweren Verbrechen gegen die Menschenrechte. Ferner werden in diesem Schreiben Möglichkeiten der Friedenserziehung und der Gewaltprävention bedacht. Diese Theman spielten auch bei der kontroversen Diskussion des Dekadeanliegens auf der Sitzung des Zentralausschusses des ÖRK Ende Januar 2001 in Potsdam eine Rolle.



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