Bischof Wanke sendet Katharina Knackstedt und Anne Rademacher als Gemeindereferentinnen

Erfurt (BiP). Im Rahmen eines Pontifikalamtes werden Katharina Knackstedt (29) und Anne Rademacher (27) am Samstag, 31. August, von Bischof Dr. Joachim Wanke als Gemeindereferentinnen in den pastoralen Dienst des Bistums Erfurt gesendet. Die Sendungsfeier beginnt um 9.30 Uhr in der Krypta des St. Marien-Domes. Die beiden Frauen erklären sich bereit, die Botschaft des Evangeliums zu verkünden und ein Leben nach den Grundsätzen der Katholischen Kirche zu führen. Nach der Beauftragung überreicht ihnen der Bischof ihre Ernennungsurkunden und besonders gestaltete Kerzen, die an diesen Tag erinnern sollen. Mit Knackstedt und Rademacher gibt es 66 Gemeindereferentinnen und -referenten im aktiven Dienst des Bistums Erfurt.


Katharina Knackstedt, 1973 in Berlin geboren und in Saalfeld aufgewachsen, wusste schon mit 14 Jahren, dass sie Gemeindereferentin werden wollte. Damals unterstützte sie die Gemeindereferentin der Pfarrei im Religionsunterricht, indem sie den Jungen und Mädchen der Grundschulklassen beim Basteln und Schreiben half. Auch in der Kinder- und Jugendarbeit sowie als Küsterin für die Sonntagsgottesdienste war Knackstedt aktiv. Ihr Studium und die Ausbildung zur Gemeindereferentin begann sie 1993 am Seminar für Gemeindepastoral in Magdeburg. Zuvor absolvierte sie ein freiwilliges soziales Jahr im Erfurter Jugendhaus St. Sebastian. Praktika führten sie während des Studiums nach Leinefelde, Ohrdruf und Nordhausen. Ihre erste Stelle erhielt sie als Berufspraktikantin für ein Jahr in Gotha. Katharina Knackstedt ist seit sechs Jahren verheiratet, ihr Mann arbeitet ebenfalls als Gemeindereferent. Ihren Kindern Simon Benedikt (4) und Lea Chiara (2) zuliebe unterbrach Knackstedt ihre Ausbildung, nachdem sie und ihr Mann nach Ilmenau versetzt worden waren. Seit drei Jahren lebt und arbeitet die Familie in Bad Frankenhausen, wo Katharina Knackstedt nach zwei Jahren als Gemeindeassistentin ihre Ausbildung beenden konnte. Familien mit jüngeren Kindern liegen ihr besonders am Herzen. Eltern zu ermutigen, ihren Glauben zu leben, zu feiern und weiter zu geben - darin sieht sie die größte Chance für die Zukunft des Glaubens.


Vor der Entscheidung, Gemeindereferentin zu werden, stand bei Anne Rademacher das Interesse an den "Hintergründen des Glaubens". Nach ihrem Abitur 1993 in Frankfurt an der Oder (Erzbistum Berlin) fiel somit die Entscheidung für ein Theologiestudium in Erfurt. Die Möglichkeit, Gemeindereferentin zu werden, spielte dabei wahrscheinlich schon eine Rolle, wie sie einräumt. Denn die Arbeit der Gemeindereferentin in ihrer Heimatpfarrei im Erzbistum Berlin fand Anne Rademacher beeindruckend. Außerdem arbeitet sie gern mit und für andere Menschen. Nach dem Studienabschluss als Diplomtheologin 1998 wechselte sie ins Bistum Erfurt und machte ein viermonatiges Praktikum in Nordhausen. Ab Sommer 1999 arbeitete sie für drei Jahre in Bad Langensalza, zunächst als Gemeindepraktikantin, dann als Gemeindeassistentin. Zusätzlich absolvierte sie einen Pastoralkurs in Erfurt. Seit dem 1. August 2002 leitet Rademacher das Referat Kinderseelsorge im Seelsorgeamt des Bistums Erfurt und ist mit einer Viertelstelle in der Erfurter St. Lorenz-Pfarrei. Der Bezug zur Praxis ist ihr wichtig. Durch ihren kirchlichen Beruf möchte Anne Rademacher Hoffnung vermitteln. Sie ist der Ü;berzeugung und macht das an ihrem Glauben fest, "dass weder unser Leben noch die Welt sinnlos oder schlecht ist." Wenn sie davon etwas anderen nahe bringen könne, sagt sie, seien die Erwartungen an ihren Beruf erfüllt.



Stichwort: "Gemeindereferentin, Gemeindereferent"

Der Beruf der Gemeindereferentin und des Gemeindereferenten bietet Laien (katholische Christen, die weder Priester noch Diakon sind) eine Möglichkeit, in der katholischen Kirche das Gemeindeleben hauptamtlich mitzugestalten. Sie kümmern sich gemeinsam mit dem Pfarrer um die Belange der Pfarrgemeinde. Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten regen zur Mitarbeit in der Gemeinde an und stehen als Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner zu Verfügung. Arbeitsfelder sind Kinder- und Jugendarbeit, Erwachsenenbildung und Altenpastoral, Religionsunterricht und Gottesdienstvorbereitung. Die Ausbildung für das Bistum Erfurt umfasst in der Regel ein dreijähriges Vollstudium und ein berufspraktisches Jahr in einer Pfarrgemeinde. Daran schließen sich zwei Jahre als Gemeindeassistent(in) an. Diplomtheologinnen und Diplomtheologen steht der Beruf ebenfalls offen.



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