Außergewöhnliches Geschenk des Bundespräsidenten für den Papst

Wasserversorgung für die Notleidenden in Ostafrika

(Aachen, 22.9.2011) Anlässlich des viertägigen Deutschlandbesuches von

Papst Benedikt XVI. hat Bundespräsident Christian Wulf dem Oberhaupt der

katholischen Kirche ein ungewöhnliches Gastgeschenk gemacht: Der

Bundespräsident sicherte die finanzielle Unterstützung für ein vom

katholischen Entwicklungshilfswerk MISEREOR gefördertes Projekt in der

Hungerregion Ostafrika zu. Dabei handelt es sich um ein

Wassermanagement-Projekt der Diözese Marsabit im Nordosten Kenias. Dort

leiden die Menschen in besonderer Weise unter der Dürre.

"Wir freuen uns sehr, dass der Bundespräsident mit diesem Gastgeschenk

an den Papst einen wichtigen Beitrag für die Notleidenden in Ostafrika

leistet", so MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Josef Sayer. "Wir wissen es

sehr zu schätzen und sind dankbar, dass unser Staatsoberhaupt und Papst

Benedikt so die akute Not von Menschen aufgreifen." Sayer besuchte die

betroffene Region im Nordosten Kenias erst vor Kurzem. Dort konnte er

mit den notleidenden Menschen sprechen und mehr über die große Not

hinsichtlich der Wasserversorgung erfahren. "In manchen Gegenden hat es

seit drei Jahren nicht mehr geregnet. Darunter leiden vor allem die

kleinen Kinder, die Frauen der Halbnomaden  und ihre Ziegen, deren Milch

ganz konkret Nahrung für die Kinder bedeutet."

Im Distrikt Marsabit unterstützt MISEREOR die Diözese, welche die

Menschen in der momentanen Notsituation mit Nahrungsmitteln, Wasser und

Medikamenten versorgt. "Aufgrund des Klimawandels wird es in Zukunft

immer wieder zu schweren Dürren kommen", so Sayer. "Deshalb ist es

wichtig, dass wir heute nicht nur Soforthilfe leisten, sondern weiter

langfristig und präventiv die Wasserversorgung unterstützen. Hierbei

wird das Gastgeschenk des Bundespräsidenten an Papst Benedikt wichtige

Hilfe leisten."