Augen sein für andere

Angehende Erzieherinnen der Bergschule helfen blinden Tagungsteilnehmern


Angehende Erzieherinnen der Bergschule helfen blinden Tagungsteilnehmern

Heilbad Heiligenstadt (BiP). Zehn Männer und Frauen, die an der Bergschule St. Elisabeth zum Erzieher ausgebildet werden, helfen dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), eine Tagung im Heiligenstädter Marcel-Callo-Haus durchzuführen. Dort berät die DBSV-Koordinierungsstelle "Tourismus" vom 12. bis 15. Juni über barrierefreie Naturlandschaften für blinde und sehbehinderte Besucher.


Mit der Thematik selbst haben die angehenden Erzieher nichts zu tun. Sie begleiten vielmehr zehn Vollblinde der 100 Teilnehmer und unterstützen sie, sich vor Ort zurecht zu finden. Dazu haben sie sich sowohl mit den möglichen Stolperfallen im Marcel-Callo-Haus und seiner Umgebung vertraut gemacht, als auch gelernt, die Position der Speisen auf dem Teller zu beschreiben: "Die Erbsen liegen auf halb sechs." Nur zwei von vielen Herausforderungen.


Denn wer die Augen geschlossen hält, weiß noch lange nicht, was es heißt, blind zu sein. Beim Lesen einer Fachpublikation entdeckten die Bergschülerinnen und -schüler schnell, dass alltägliche Abläufe für Blinde und ihre Betreuer eine große Herausforderung sein können. Ihre Erfahrungen werden sie später in den Unterricht an der Bergschule einbringen und reflektieren. Um sehender zu werden und Weitblick zu gewinnen.

Ich sehe so wie du nicht siehst (pdf-Broschüre des DBSV)