Augen

Oculi (= Augen) – so heißt der dritte Fastensonntag

Bild: Horst K. Ries; in: Pfarrbriefservice.de

„Oculi mei semper ad Dominum“  - „Meine Augen schauen stets auf den Herrn“.

So lautet der 15. Vers des Psalms 25, mit dem der Eröffnungsvers der hl. Messe am dritten Fastensonntag beginnt. 
 
„Meine Augen schauen stets auf den Herrn.“ Ein gewagtes Wort des Psalmisten. Ich jedenfalls kann das nicht von mir behaupten. Dass meine Augen immer auf den Herrn gerichtet sind.
Viel zu oft nehmen sie auf, was gar nicht gut für die Seele ist. Viel zu oft sehen sie auch nur das Oberflächliche.

Andererseits: wenn sie nur auf den Herrn gerichtet sind,  lassen sie alles rundherum dann links liegen? Übersehen sie die Anderen? Sehen zu eng?

Einfach einmal ausprobieren: (wenigstens) einen Tag, zum Beispiel heute, „stets auf den Herrn schauen“. Wer weiß, wohin das führt.  Vielleicht dazu, die Anderen, die Umwelt mit den Augen eines liebenden Gottes zu sehen?
Andrea Wilke

Ansichtssache

Eine Geschichte vom Herrn Ka

Mit demütig gesenktem Blick einherzugehen, kann auch eine Form der Selbstverliebtheit sein, meinte Herr Ka. Denn wer erhobenen Hauptes durchs Leben geht, hat wenigstens nicht nur sich im Blick.

Peter Weidemann, www.pfarrbriefservice.de