Auf Stimmenfang im Mozartjahr

Kantor Michael Taxer baut überregionalen Kammerchor auf

Heiligenstadt (BiP). Die "Academia Cantandi" hat Großes vor, Mozarts Krönungsmesse zum Beispiel. Den ehrgeizigen Plänen des Ensembles steht allerdings ein Umstand entgegen, der für Chöre generell nicht ohne Bedeutung ist: Es gibt keine Sänger.


Genau genommen gibt es auch keinen Chor. "Noch nicht", beeilt sich Michael Taxer zu sagen. Denn der 39-jährige Kantor an der Heiligenstädter Propsteikirche will einen Traum verwirklichen, den er schon länger hat: "Ich träume davon, hier in Heiligenstadt einen gemischten, vierstimmigen Kammerchor aufzubauen und mit ihm auf quasi professionellem Niveau ein anspruchsvolles Repertoire zu erarbeiten."


Taxer denkt dabei an Werke von Komponisten wie Bach, Brahms und Bruckner. Langfristig hat er die großen Oratorien von Händel, Haydn und Mendelsohn im Blick und will auch nicht vor zeitgenössischen Komponisten zurückscheuen. Mit allem, was Rang und Namen hat, soll die Academia Cantandi für ihren eigenen, guten Ruf sorgen.


Damit dieser Kammerchor kein virtuelles Ereignis bleibt, sucht Michael Taxer musikalische Mitstreiter, begabte Sängerinnen und Sänger, die Herausforderungen schätzen, Spaß am Singen haben und über die notwendigen Kenntnisse verfügen. Sangesfreude allein genügt nicht. "Wer mitmachen will, sollte vom Notenblatt singen können", beschreibt Taxer das Anforderungsprofil. Für jede Stimmlage, also Alt, Sopran, Bass und Tenor, sucht er mindestens zehn gute Stimmen. "Es dürfen gerne auch mehr sein", betont er.


Dem Kirchenmusiker ist klar, dass er für ein solches Vorhaben über die Region hinaus werben muss. Aber die Kirche sei ja eh? ein grenzenloses ?Unternehmen?, meint Taxer augenzwinkernd. Für den Anfang will er bei den wöchentlichen Proben Motetten einstudieren, "damit sich der Chor findet". Die Probenarbeiten sollen nach den Sommerferien starten, das erste Konzert will Kantor Taxer bereits im naächsten Jahr aufführen. "Der Chor wird sich die nötige Zeit gönnen", meint Taxer. Und Mozart mache schließlich nicht nur in Jubiläumsjahren Spaß.


Interessenten melden sich bitte bei Michael Taxer (bitte anklicken).



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