Aschenkreuze zum Beginn der Fastenzeit

Pontifikalamt am Aschermittwoch im Erfurter Dom

Bistum Erfurt (BiP). Am Aschermittwoch (13. Februar), dem Beginn der Fastenzeit, werden in allen katholischen Gemeinden Gottesdienste gefeiert. Im Erfurter Dom findet um 18 Uhr ein Pontifikalamt mit Bischof Dr. Joachim Wanke statt. In den sechs Wochen der Fastenzeit bereiten sich die Christen durch Tauferinnerung und Buße auf Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu, vor.


Als äußeres Zeichen für den Fastenbeginn lassen sich die Gläubigen am Aschermittwoch Aschekreuze auf die Stirn zeichnen. Dazu werden die Worte gesprochen: "Bedenke, Mensch, daß du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst", oder: "Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium". So steht das Aschekreuz für die erneuerte Bereitschaft, das Leben nach christlichen Maßstäben auszurichten.


Ein Hirtenbrief des Bischofs zur Fastenzeit wird am ersten Fastensonntag (17. Februar) in allen Gemeinden des Bistums verlesen.


Stichworte "Aschermittwoch", "Fastenzeit", "Fasten"



Aschermittwoch: Der Aschermittwoch ist der Beginn der Fastenzeit. Seinen Namen erhielt er von einem Brauch in der Kirche des ersten Jahrtausends: Zu Beginn der Fastenzeit legten Gläubige, die für eine schwere Schuld büßen mußten, ein Bußgewand an und wurden mit Asche bestreut (Sprichwort: "In Sack und Asche gehen"). Asche ist ein Zeichen für die menschliche Vergänglichkeit und Symbol für Trauer und Buße.


Von der altkirchlichen Bußpraxis hat sich bis heute der Ritus der Aschenbestreuung gehalten. In den Gottesdiensten am Aschermittwoch lassen sich Christinnen und Christen ein Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen. Dazu werden die Worte gesprochen: "Bedenke, Mensch, daß du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst", oder: "Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium".



Fastenzeit: Die Fastenzeit oder österliche Bußzeit beginnt mit dem Aschermittwoch und endet in der Woche vor Ostern, der Karwoche. In dieser Zeit bereiten sich die Christinnen und Christen durch Tauferinnerung und Buße auf Ostern als das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten vor.


Buße meint, von der Sünde (Gutes unterlassen, Böses tun) abzulassen und sich Gott erneut zuzuwenden (Umkehr). Sie konkretisiert sich in Gebeten und Fasten, Besuch von Gottesdiensten und Werken der Nächstenliebe.


In der Tauferinnerung machen sich die Gläubigen bewußt, daß durch die Taufe ein neues Leben in Christus begonnen hat: Sünde und Tod haben nach christlichem Glauben nicht das letzte Wort über das Leben des Menschen; durch die Auferstehung Jesu ist der Tod ein für alle Mal besiegt und hat seinen Schrecken verloren. "Uns Christen droht nicht der Tod. Was uns ?droht?, ist die Auferstehung." (J. Calder?n)


In der Feier der Osternacht erneuern die Getauften ihr Taufversprechen, dem Bösen zu widersagen, an Gott zu glauben und ihr Leben dementsprechend zu gestalten.



Fasten: Fasten aus christlicher Motivation will die Sinne für religiöse Erfahrungen öffnen und die Glaubenspraxis erneuern.


Wer fastet, der verzichtet freiwillig: im engeren Sinne auf Nahrung, im weiteren Sinne auf zeitraubende Vergnügungen und auf die Erfüllung von Konsumwünschen. Durch den Verzicht werden Zeit und (finanzielle) Mittel frei für die Auseinandersetzung mit der eigenen Person, für die Begegnung mit Menschen und die Solidarität mit den Armen, für das Gebet zu Gott und die Meditation. Die persönliche, soziale und religiöse Dimension des Fastens bilden nach christlichem Verständnis eine untrennbare Einheit.



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