Angeln auf dem Kerbschen Berg

Schöpfungsgottesdienst und "öko+fair vor Ort" appellieren zur ökologischen Umkehr

Es ist Schöpfungszeit*. In diesem Zusammenhang wurde auf dem Kerbschen Berg am vergangenen Sonntag ein Schöpfungsgottesdienst zusammen mit Bruder Othmar vom Hülfensberg gefeiert. Nach dem Gottesdienst haben die beiden Referentinnen vom Bistum Erfurt, Michelle Dylong und Annegret Rhode, das Projekt „öko+fair vor Ort“ vorgestellt, das es seit Kurzem im Bistum Erfurt gibt. Kirchorte, Pfarreien und Einrichtungen sind eingeladen, ihr Handeln an ökologischen und fairen Kriterien zu orientieren. Das Projekt ist eine konkrete Antwort, um bei der ökologischen Umkehr mitzuwirken, zu der Papst Franziskus eindringlich aufgerufen hat.

Dass Bewahrung der Schöpfung Freude macht, haben die verschiedenen Stände gezeigt, die rund um den Kerbschen Berg aufgebaut wurden. Hungrige konnten Soljanka und Gemüsesuppe essen, die mit heimischem Fleisch und Gemüse im Johannesstift in Ershausen gekocht wurde. Fairen Kaffee und Schokolade gab es am Eine-Welt-Stand der ehrenamtlichen Initiative aus Beuren.
Der Schaugarten Schönhagen hat die biologische Vielfalt von Kräutern, Gemüse und Obst zum Anschauen und Probieren mitgebracht. Verschiedenste Sorten Tomaten in vielen Farben durften probiert werden. Mieze Schindler – eine alte Erdbeersorte -  winterharte Salate oder verschiedensten Kräuterteemischungen gaben einen kleinen Einblick in das umfassende und außergewöhnliche Sortiment.
Auch für die Kinder wurde die Bewahrung der Schöpfung und das Engagement füreinander beim gemeinsamen Angelspiel erfahrbar. So haben die Kinder neben Spielzeugfischen und -schildkröten auch den angesammelten Plastikmüll geangelt.




*Schöpfungszeit bezeichnet im Kirchenjahr die Zeit zwischen dem 1. September (Tag der Schöpfung) und dem 4. Oktober (Gedenktag des "Umweltheiligen" Franziskus von Assisi). Die Kirchen sind in dieser Zeit dazu aufgerufen, für den Schutz der Schöpfung Gottes zu beten, sich auf ihre Verantwortung für sie zu besinnen und daraus praktische Taten folgen zu lassen.