An vielen Orten im Bistum tätig gewesen

Zum Tod von Pfr. i.R. Otmar Wieg

Am Donnerstag, dem 23. Juli 2026, rief Gott, der Herr über Leben und Tod, seinen treuen Diener, unseren Mitbruder Herrn Pfarrer in Ruhe Otmar Wieg zu sich in sein himmlisches Reich. Pfarrer Otmar Wieg stand im 87. Lebensjahr und im 58. Jahr seines priesterlichen Dienstes.

 

Otmar Wieg wurde am 7. März 1940 in Breitenworbis geboren und wuchs dort mit seinen Eltern Joseph und Antonia Wieg und seinen fünf Geschwistern auf. Er besuchte die Grundschule in Breitenworbis und die Oberschule in Heiligenstadt. Dort wohnte er im Bischöflichen Knabenseminar, in dem der Wunsch nach dem priesterlichen Dienst gewachsen ist. Pfarrer Georg Dirk und Präses Ignaz Degenhardt waren dabei prägende Vorbilder. 1958 musste er aus verwaltungsrechtlichen Gründen in die Oberschule nach Worbis wechseln, denn Breitenworbis gehörte zum Kreis Worbis. 1959 legte er in Worbis das Abitur ab, wobei er dort schon zwei Jahre am Lateinunterricht teilnehmen konnte.1959 bat Otmar Wieg um Annahme als Priesteramtskandidat und Student der Theologie in Erfurt. Nach dem Abschluss des Theologiestudiums in Erfurt und einem landwirtschaftlichen Praktikum im Kloster Alexanderdorf wurde Otmar Wieg am 28. Juni 1969 im Dom St. Marien zu Erfurt durch Weihbischof Hugo Aufderbeck zum Priester geweiht. Seinen priesterlichen Dienst begann er als Kaplan der Pfarrei Herz-Jesu zu Weimar und wechselte im Jahr 1972 als Pfarradministrator der Pfarrei St. Marien nach Treffurt. 1973 übernahm er auch die pastorale Verantwortung für einige Orte der Pfarrei St. Elisabeth zu Eisenach, die 1984 nochmals auf weitere Orte erweitert wurde. Im gleichen Jahr wurde ihm durch Bischof Dr. Joachim Wanke die Pfarrei St. Michael in Weißenborn-Lüderode übertragen. In seiner Freizeit galt  sein Interesse vor allem dem Reitsport. 1995 schrieb eine Zeitung: 

„Otmar Wieg vom Reiterverein Worbis wurde auf seinem Pferd „Ramses“ bei der großen Fuchsjagd des Reit- und Fahrsportvereins Breitenholz der „95er Fuchs“. Pferd und Reiter waren die an Jahren und Erfahrung ausgereiftesten Teilnehmer im großen Feld.“

Im Jahr 2001 verzichtete Pfarrer Otmar Wieg auf die Pfarrei Weißenborn-Lüderode und wurde zum Pfarrvikar in der Filialgemeinde Stadtilm der Pfarrei St. Elisabeth in Eisenach ernannt. Nach zwei Jahren wechselte Pfarrer Otmar Wieg als Pfarrvikar in die Pfarrei St. Elisabeth zu Sondershausen mit der Filialgemeinde St. Marien zu Bad Frankenhausen.

Im Jahr 2008 bat Pfarrer Otmar Wieg um die Versetzung in den Ruhestand. Dieser Bitte entsprach Bischof Dr. Joachim Wanke zum 30. Juli 2008. Seinen Wohnsitz nahm Otmar Wieg in Breitenworbis. Von dort aus übernahm Pfarrer Wieg an vielen Orten Vertretungsdienste, solange es seine Kräfte erlaubten. Besonders in Breitenworbis, wo er auch kurzzeitig den Dienst als Pfarradministrator übernommen hatte, ließ er sich gern für seelsorgliche Dienste ansprechen. Aufgrund zunehmender Pflegebedürftigkeit wechselte Pfarrer Otmar Wieg vor wenigen Wochen in das Hospiz St. Elisabeth in Heilbad Heiligenstadt. Dort verstarb er am Donnerstag, dem 23. Juli 2026 in der Mittagszeit.

Requiescat in pace!
Für das Bistum Erfurt
gez. Weihbischof Dr. Reinhard Hauke
Bischofsvikar für Priester und Diakone

Das Requiem wird am Samstag, dem 01.08.2026, um 10.00 Uhr in der Kirche St. Vitus zu Breitenworbis gefeiert. Die Beisetzung schließt sich dem Requiem auf dem dortigen Friedhof an.