Altarweihe in Erfurter Wigbert-Kirche

Weihbischof Koch vertritt bei der Weihe Bischof Wanke

Erfurt (BiP). Die katholische Pfarrgemeinde St. Wigbert fiebert dem kommenden Sonntag (4. Juli) entgegen: Nach zwei Jahren aufwändiger Sanierung feiert die Gemeinde ihren ersten Festgottesdienst in der neu gestalteten Kirche. Höhepunkt der Liturgie ist die Weihe des neuen Altares, um den sich die Gemeinde immer zur Feier der Eucharistie versammelt. Den Altar weiht Weihbischof Hans-Reinhard Koch, der Bischof Wanke wegen seiner Herzoperation vertritt. Nach der Liturgie feiert man im Kreuzgang und im ebenfalls neuen Pfarrsaal mit vielen Ehrengästen, darunter Oberbürgermeister Manfred Ruge und zahlreiche Kirchenvertreter.


Der neue Altar der Wigbertkirche ist weitgehend aus den Materialien des alten Altares gestaltet worden und etwas kleiner als dieser ausgefallen. Die Vorderseite ziert ein kleines Silbermedaillon aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, das in einem uralten Holzschrank der Sakristei gefunden wurde und den Patron der Kirche, den Heiligen Wigbert zeigt. Wigbert war einer der Gefährten des Bonifatius und Abt des Klosters Fritzlar, wo er 737 oder 738 starb und begraben worden ist. In Ohrdruf hat Wigbert die erste Missionsschule Thüringens eingerichtet. Während der Altarweihe wird Weihbischof Koch Knochensplitter von Wigbert, so genannte Reliquien, in den Altar einlassen. Dieser Brauch wurzelt in der alten und frühmittelalterlichen Kirche, als es üblich wurde, Kirchen und Altäre aus Verehrung der Heiligen über ihren Gräbern zu errichten.

Was ist ein Altar und was passiert bei seiner Weihe?