Ab 30. April: Eine Kolpingstraße für Erfurt

Straße am Kolpingbildungswerk wird anlässlich 150 Jahre Erfurter Kolpingfamilie umbenannt

Pressemitteilung der Kolpingfamilie Erfurt:*


57 Jahre verspätet erhält Erfurt Ende April eine Kolpingstraße, die erste des Landes Thüringen. Mit der Namensgebung will die Stadt das Andenken an den christlichen Sozialreformer Adolph Kolping ehren und das 150-jährige Wirken der Erfurter Kolpingsfamilie würdigen. Die Ehrung ist zugleich ein Stück Wiedergutmachung, hatten die Stadtväter doch 1994 den einst von Nazis verfolgten Erfurter Kolpingmitgliedern bereits eine Straße gleichen Namens versprochen, diese auch im ersten Nachkriegsstadtplan verewigt, sie dann aber aus ideologischen Gründen schlicht "vergessen".


Oberbürgermeister Manfred Ruge betonte im Vorfeld, dass die Landeshauptstadt mit der Namensgebung ebenso die engagierte Tätigkeit des an der neuen Straße gelegenen Kolpingbildungswerkes würdigt, dass sich in Erfurt sowie an sechs anderen Standorten des Freistaates erfolgreich um Arbeitslose, Umschüler oder Suchtgefährdete kümmert.


Die Namensgebung im Erfurter Norden (Teilstück des "Gelben Gutes") ist zugleich Auftakt für Feierlichkeiten zum 150jährigen Bestehen der Erfurter Kolpingsfamilie, die am 5 Mai 1853 als katholischer Gesellenverein gegründet worden war um sich u.a. bleibende Verdienste um wandernde Handwerksgesellen erworben hat. Heute ist das Internationale Kolpingwerk in 54 Ländern der Welt als Entwicklungshelfer tätig und sorgt sich in Deutschland in Bildungswerken u.a. Einrichtungen um Lehrlinge, Behinderte, oder Arbeitslose. Die Thüringer Mitglieder leisten u.a. seit über zehn Jahren in Rumänien solidarische Hilfe.


Zum Erfurter Jubiläumsprogramm gehören am ersten Mai-Wochenende eine Festakademie im Dom-Coelicum, deren Festrede der Thüringer Ministerpräsident Dr. Vogel hält, sowie ein Dom- Gottesdienst mit Bischof Dr. Wanke. Auch ein Jubiläumsabend im Erfurter Kaisersaal ist vorgesehen, hatten doch im genannten Saal die Mitglieder des Erfurter Gesellenverein, der heutigen Kolpingsfamilie, seit 1878 jahrzehntelang für "wandernde Gesellen" Theater gespielt oder Chorkonzerte gegeben, um so die Beherbergungskosten für jährlich bis zu 1000 auf der "Walz" bei ihnen eingekehrte Handwerksbrüder einzuspielen.


Für das Jubiläum der Kolpingsfamilie - sie ist nach Berlin die älteste der jungen Länder - haben sich Gäste aus ganz Deutschland sowie aus Rumänien und der Schweiz angesagt.


Michael Meinung, Vorsitzender der Kolpingfamilie Erfurt




Programm

150 Jahre Kolpingsfamilie Erfurt

2. bis 4. Mai 2003



Vorprogramm


Mittwoch, 30. April, 11.00 Uhr

Namensgebung Adolph-Kolping-Straße

Am Gelben Gut/Ecke Kolping-Bildungswerk Thüringen



Festprogramm


Freitag, 2. Mai, 18.00 Uhr

Begegnungsabend im Gemeindehaus St. Josef, Bogenstraße


Sonnabend, 3. Mai, 10.00 Uhr

Festakademie im Fom-Coelicum

Festrede: Ministerpräsident Dr. Berhard Vogel

Grußworte:

Bischof Dr. Joachim Wanke; Generalpräses a.D. Heinrich Festing, Köln


17.00 Uhr

Empfang des Oberbürgermeisters Manfred Ruge im Festsaal des Rathauses


19.30 Uhr

Jubiläumsabend im Kaisersaal

Ausstellung "150 Jahre KF Erfurt"


Sonntag, 4. Mai, 9.30 Uhr

Pontifikalamt im Erfurter Dom mit Bischof Dr. Joachim Wanke


11.00 Uhr

Diözesantreffen der Thüringer Kolpingsfamilien im Coelicum


13.00 Uhr

Festausklang im und um den Dom-Kreuzgang



*Die Verantworung für den Inhalt der Pressemitteilung liegt beim oben angeführten Absender.



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