Ein seltenes Fest feierte am 27. Dezember 2023 Johannes Nemec, Pfarrer in Ruhe, in St. Marien in Niederorschel. Viele Besucher:innen kamen zu seinem Diamantenen Priesterjubiläum in das St. Josefshaus und schauten mit ihm zusammen auf seine 60-jährige Tätigkeit als Priester im Bistum Erfurt. Am 21. Dezember 1963 wurde Nemec im Erfurter Dom zum Priester geweiht.
Zu den persönlichen Gratulanten und Gästen an seinem Ehrentag zählten auch Weihbischof Reinhard Hauke und Dechant Markus Hampel. Pfarrer Thomas Münnemann und der langjährige Freund von Nemec, Josef Birkefeld, ebenfalls Pfarrer in Ruhe, würdigten in einer Festpredigt das vielseitige Wirken und ereignisreiche Leben von Johannes Nemec. Sie berichteten u.a. von seiner Zeit im Schmiedehandwerk, das er als Beruf erlernte. Pfarrer Nemec selbst trug zum Festgottesdienst ein Gewand, das er zur Primiz von seiner Heimatgemeinde geschenkt bekommen hat.
Geboren 1931 in Kriesdorf (heutiges Tschechien), kam Johannes Nemec als jüngstes von zehn Kindern 1945 nach Friedrichswerth bei Gotha und begleitete dort die Gottesdienste musikalisch am Harmonium. In Magdeburg, am Norbertuswerk, machte er sein Abitur und studierte dann in Erfurt Theologie. Als Priester war er an unterschiedlichen Orten im Bistum Erfurt tätig, so in Kleinbartloff, Eisenach, Ichtershausen, Rüstungen und Bickenriede, bis er sich im Jahr 2000 im St. Josefshaus zur Ruhe setzte und dort bis heute für alle Bewohner:innen und Mitarbeiter:innen immer ein offenes Ohr hat.