1. Dezember

Warten ist nicht gleich Warten

Warten ist nicht gleich warten. Wir warten, dass die Ampel auf Grün schaltet, der Bus endlich kommt und das "der Nächste bitte" uns meint. Dieses Warten ist eine gefühlte Zeitverschwendung, so unwillkommen, so zeitraubend, so die (Zeit)Pläne über den Haufen werfend. Geduld ist da eher Mangelware.

Und dann gibt es ein Warten, das voller Vorfreude ist. Das Warten bis die ersten Frühlingsblüher ihre Spitzen zeigen, das Warten in der Schwangerschaft, das Warten auf die Liebste oder den Liebsten. Auch wenn die Ungeduld leise anklopft, ist es doch ein anderes Warten.
Wenn wir jemanden erwarten, ist die Warte-Zeit gefüllt – mit Gedanken, an denjenigen oder diejenige.

Und mit Vorbereitungen, die eines ausdrücken: Sei willkommen!



Jeden Dienstagabend in der Adventszeit wird zu einem "Familien-und Hausgebet im Advent" eingeladen. Seit 33 Jahren. Der Druck des ersten Gebetsblattes musste noch langfristig beim Rat des Kreises Abteilung Kultur in Heiligenstadt genehmigt werden. Es trug den Titel „Es kommt der Herr der Herrlichkeit“ und lud die Familien ein, auf das freie Deckblatt selbst ein Marienbild zu kleben.
Zwei Jahre später schrieb Bischof Joachim Wanke in seiner Einladung schon von einer guten Gewohnheit, "dass ich euch wieder im Advent zum gemeinsamen Gebet in den Familien und kleinen Hauskreisen aufrufe... Es soll euch eine Hilfe sein zu wissen, dass viele katholische Christen zu diesem Zeitpunkt (Dienstagabend) in unserem Thüringer Land, im Eichsfeld und in der Rhön miteinander beten. So bilden wir, jeder in seinem häuslichen Umkreis mit Familienangehörigen, Freunden und Nachbarn, dennoch eine große Gemeinde, vereint im Lobpreis Gottes, im Dank für Seine Gnadengaben und in der Fürbitte für Kirche und Welt."

Diese gute Tradition wird natürlich auch in diesem Jahr fortgesetzt.

Hier ist das
"Familien-und Hausgebet im Advent" für die vier Dienstage zu finden