Herr Bethke, Sie schreiben in Ihrer Dissertation über die Religionspolitik in Sachsen-Anhalt von 1990 bis 2021, dass es ein „wohlwollendes, unkompliziertes, konfliktarmes Miteinander zwischen Politik und Religionsgemeinschaften“ gebe. Was genau meinen Sie damit?
Für Elisabeth Scholz, Jahrgang 1991 und im Bistum Erfurt groß geworden, gehören Religiöse Kinderwochen (RKW) zu den wichtigen Erinnerungen ihrer Kindheit: „Die Gewissheit, ich bin nicht allei
Vorsichtig, graziös und zielgerichtet bewegt sich das graue, kuschlige Knäuel auf der Bettdecke voran. Es schiebt sich zum Kopfende von Harry Wegners Bett. Dort stupst es den erhöht Liegenden mit der Nase an die Wange. Harry Wegner lächelt vergnügt und krault den kleinen Hund hinter den Ohren. Das genießt er sichtlich.
„Wir gehen hier an die Ränder. Dahin, wo viele Kirche gar nicht mehr vermuten. Manche sind überrascht, dass es hier Seelsorger gibt.“ Das sagt Martin Otte, Krankenhausseelsorger am Helios Park-Klinikum und Herzzentrum im Leipziger Südosten. Zusammen mit Pfarrerin Dietlind Starke arbeitet er im Team. Kurz und knapp stellt er es vor: „Sie ist evangelisch, ich katholisch.
Er liegt im Schützengraben, schwer verwundet und weiß, dass er gleich sterben wird. Noch einmal reckt er den Blick in den Himmel über den Falklandinseln, sieht die nebelverhangenen Berge. Er erinnert sich an die Täler seiner Heimat, an die Höfe des Tieflands. In seinen letzten Atemzügen scheint er ein Gebet zu sprechen, seine Gedanken über den Krieg, der ihn das Leben kosten wird, zu bündeln.