Bleibt der Regen aus, beginnt der Hunger. Mariana verkaufte alles, um ihren Kindern etwas zu Essen zu geben. Zuletzt sogar den Kochtopf. Schließlich machte sich die Familie auf den Weg in die nächstgrößere Stadt.
Heute leben sie am Stadtrand in einer Hütte aus Planen und Holzresten. Hilfe fanden sie bei Schwester Béatrice, die viele Menschen mit Essen versorgt. Zu Weihnachten hat die Schwester zweihundert Töpfe verschenkt. Auch Decken, denn die Nächte können kalt werden. Es sind kleine Dinge, aber sie bedeuten, dass jemand wieder kochen kann, dass ein Kind nachts nicht friert, dass ein Leben weitergeht.

Die Geschichte von Mariana und Schwester Béatrice ist eine von vielen über „Madagaskars mutige Menschen“. Noch mehr solcher Geschichten aus Madagaskar, wie die Menschen dort leben, was ihnen Kraft gibt und welche Rolle die Kirche in ihrem Alltag spielt, stehen im Mittelpunkt beim diesjährigen Weltmissionssonntag.
Zur Multimediageschichte mit Schwester Beatrice
Weitere Multimediageschichten und mutige Menschen aus Madagaskar sind auf der Webseite von missio zu finden.
"Sei mutig und stark"
In diesem Jahr richtet die missio Solidaritätsaktion unter dem Motto „Sei mutig und stark“ (Jos 1,6) den Blick auf die Menschen in Madagaskar. Der Inselstaat vor der Südostküste Afrikas ist geprägt von großer Armut, politischer Instabilität und den Folgen von Dürren und wiederkehrenden Zyklonen. Viele Menschen leben unter schwierigen Bedingungen und haben nur eingeschränkten Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und wirtschaftlicher Teilhabe.
Gerade in abgelegenen Regionen ist die Kirche oft die einzige verlässliche Anlaufstelle. Ordensschwestern, Priester und kirchliche Gemeinden begleiten Familien, eröffnen Perspektiven durch Bildung, kümmern sich um kranke und bedürftige Menschen und setzen sich für jene ein, die am Rand der Gesellschaft stehen. Ihr Engagement macht vielen Menschen Mut und zeigt, wie stark Gemeinschaft und Glaube tragen können.

Material
Das Hilfswerk missio bietet vielfältige Materialien für verschiedene Gruppen und Anlässe an, zum Beispiel:
- Textbausteine für Pfarrbriefe
- Postkarten (mit Spendenaufruf)
- Gottesdienstbausteine für Familien zum Thema mutig und stark sein
- Schulgottesdienst mit interaktiven Aktion „Local Heroes – Menschen, die Mut machen“
- Predigtanregungen
- Taizègebet
- Rezepte für z.B. Käsekuchen mit Baobab-Topping, oder Bananenkrapfen
- Bastelmaterial für einen Origami-Lemuren
Alle Materialien finden sich unter: www.missio-hilft.de/mitmachen/wms-2026/downloads
Aktionsplakat
Das Aktionsplakat von missio Aachen zeigt zwei Ordensschwestern aus der Fischerpastoral in Morondava. Mitten in einem Umfeld, in dem viele Fischerfamilien trotz harter Arbeit kaum von ihrem Fang leben können, strahlen die Schwestern Lebensfreude, Hoffnung und Zuversicht aus. Sie stehen beispielhaft für eine Kirche, die den Menschen nahe ist und aus dem Glauben heraus Verantwortung übernimmt.

100 Jahre Weltmissionssonntag
Der Sonntag der Weltmission wird 2026 zum 100. Mal gefeiert. Christinnen und Christen weltweit stehen im Gebet, in der Solidarität und durch konkrete Hilfe füreinander ein. Der Weltmissionssonntag erinnert daran, dass Menschen über Länder- und Kontinentalgrenzen hinweg miteinander verbunden sind und Verantwortung füreinander tragen. Die Hälfte der weltweit rund 2.500 katholischen Diözesen befindet sich in Regionen, die zu den ärmsten der Welt gehören. Kirchliches Leben ist dort oft nur dank der Unterstützung der Weltkirche möglich.
Hundert Jahre Weltmissionssonntag erzählen nicht nur eine Geschichte der Kirche. Sie zeigen, wie auf die Welt geschaut wurde und wie schwer es ist, den Blick zu verändern. Missio hat dafür eine digitale Ausstellung der Kampagnen aus 100 Jahren mit ausgewählten Motiven zusammengestellt. Die Plakate der früheren Jahre zeigen, wer spricht, wer gesehen wird und wer handen soll. Sie sind damit eindeutiger, wo Hilfe gebraucht wird. Heutige Plakatmotive sprechen eher von Begegnung, Partnerschaft und gemeinsamer Verantwortung. Sie achten stärker auf Würde und Augenhöhe. Zugleich fällt es ihnen schwerer, zum unmittelbarem Handeln zu bewegen.
www.missio-hilft.de/mitmachen/wms-2026/aktionen/100-jahre-weltmissionssonntag/

Spende
Mut braucht es jeden Tag:
- für Familien, die nach Zyklonen wieder neu anfangen müssen
- für Kinder, die früh Verantwortung übernehmen und oft nur wenige Jahre zur Schule gehen können
- für Menschen, die trotz großer Herausforderungen ihren Glauben und ihre Hoffnung nicht verlieren.
Ein Schwerpunkt des Weltmissionssonntags 2026 ist die medizinische Grundversorgung. In vielen Regionen Madagaskars sind kirchliche Gesundheitsstationen die einzige Möglichkeit, ärztliche Hilfe zu erhalten. Mit der Kollekte und weiteren Aktionen unterstützt missio dieses Engagement und stärkt kirchliche Partner:innen in Madagaskar sowie in vielen weiteren Ländern des Globalen Südens.
In Deutschland findet die Kollekte am Sonntag, den 25. Oktober 2026, statt.

Hier wird Ihre Hilfe gebraucht
In Madagaskar arbeiten viele Kinder unter gefährlichen Bedingungen in Mica-Minen. Armut zwingt Familien dazu, ihre Kinder zur Arbeit statt zur Schule zu schicken. Die „Grüne Schule“ ermöglicht Kindern Bildung und unterstützt zugleich ihre Familien dabei, neue Lebensgrundlagen aufzubauen.
Helfen Sie mit, damit Kinder lernen können statt in Minen zu arbeiten.
- 30 € Reis für die Schulküche
- 75 € Startkapital für eine Frau
- 100 € Saatgut und Bäume für den Schulgarten
Spendenkonto:
IBAN DE23 3706 0193 0000 1221 22
www.missio-hilft.de/online-spenden