Aschermittwoch

Strenger Fast- und Abstinenztag

Die Asche, mit der den Gläubigen am Aschermittwoch ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet wird, ist von den verbrannten Zweigen des Palmsonntags des vorangegangenen Jahres. Bild: Peter Weidemann; In: Pfarrbriefservice.de

Mit einem strengen Fast- und Abstinenztag, dem Aschermittwoch, beginnt die Fastenzeit. Was bedeutet das konkret? An diesem Tag darf kein Fleisch gegessen werden (Abstinenz). Eine einfache sättigende Mahlzeit ist an diesem Tag erlaubt sowie zwei weitere kleinere Mahlzeiten (Fasten).

Ausnahmen gibt es für Kinder, Kranke, Schwangere und stillende Mütter. Das Abstinenzgebot gilt abgesehen von den genannten Ausnahmen für katholische Christen ab dem 14. Lebensjahr und das Fastengebot vom vollendeten 18. bis zum 60. Lebensjahr.

Dabei geht es wie in der gesamten Fastenzeit nicht um das Fasten als Selbstzweck und um sich zu beweisen, auf was man alles verzichten kann. Sinn der Fastenzeit ist es, sich auf Ostern vorzubereiten. Dies wird auch in der anderen Bezeichnung für die Fastenzeit deutlich: österliche Bußzeit. Diese Zeit bietet die Möglichkeit, sich ganz bewusst auf ein Leben mit Gott einzulassen, zu reflektieren, wo es erforderlich ist, sich neu zu orientieren.

Das seit dem 10. Jahrhundert bezeugte Aschenkreuz erinnert an die eigene Vergänglichkeit. Es ist zugleich auch ein Zeichen der Hoffnung, dass mit dem Tod und der Aufstehung Jesu unser Leben über den Tod hinausgeht.