Angesichts der Vielzahl von Krisen, denen die Menschen ausgesetzt sind, bietet der Vortrag einen Kompass für einen Ausweg zur Rettung vor der Sintflut an. Er will Wege zu einer neuen Gesellschaft mit veränderter Beziehung der Menschen miteinander und zur Schöpfung aufzeigen.
Dass Christentum und Sozialismus keine prinzipiellen Gegensätze darstellen, zeigt ein Blick in die Geschichte: Es waren Christen, die im frühen 19. Jahrhundert den Sozialismus unter Rückgriff auf zentrale theologische Vorstellungen entwarfen. Und die Ursprungsidee des Sozialismus von der Freiheit und der Gleichheit aller ist angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen weltweit nach wie vor relevant. Christinnen und Christen sind Teil einer Koalition solidarischer Menschen, die von einer Umkehrung der Verhältnisse „wie im Himmel so auf Erden“ (Mt 6,10) nicht lassen können. Das Eintreten von Christinnen und Christen für mehr Freiheit und Gleichheit – man könnte pointiert von einem „erneuerten Sozialismus“ sprechen – ist deshalb aus christlicher wie gesellschaftlicher Sicht ein Gebot der Stunde.
Referent: Dr. theol. Franz Segbers, Professor em. für Sozialethik an der Universität Marburg
Veranstalter: Katholisches Forum im Land Thüringen mit freundlicher Unterstützung der Evangelischen Kaufmannsgemeinde Erfurt