Die Tomaten im Angebot, das Brot für ein paar Cent, die Bananen sowieso billiger als letzte Woche und an der Kasse fühlt sich das erst einmal richtig gut an. Nur zahlt am Ende trotzdem jemand drauf, bloß eben nicht dort. Ausgelaugte Böden, belastetes Grundwasser oder die Menschen, die auf den Feldern für sehr wenig Geld arbeiten, stehen auf keinem Preisschild. Bezahlt werden sie trotzdem, später und von allen.
Um genau diese versteckten Folgekosten geht es am Montag, 28. September, um 19 Uhr im Otto-Neururer-Haus in Weimar (Paul-Schneider-Straße 5). Debora D’Ambruoso vom Hilfswerk Misereor erzählt, was Lebensmittel eigentlich kosten, wenn man Umwelt und Menschen ehrlich mitrechnet, und wie Preise aussehen könnten, die diese Wirklichkeit abbilden. Dabei bleibt es nicht bei der großen Politik, die natürlich auch gefragt ist, sondern es geht ganz praktisch um die Frage, was jede und jeder beim nächsten Einkauf anders machen kann. Einfache Antworten gibt es darauf vermutlich nicht, ein paar gute Ideen für den Weg zum Supermarkt aber ganz sicher.