Für unsere Erde

Ökumenische Gebetsaktion zur Weltklimakonferenz 2026

Gebet für unsere Erde am Osnabrücker Dom - Klimakonferenz Brasilien 2025 | Bild: Thomas Arzner / Bistum Osnabrück In: Pfarrbriefservice.de

Während die Weltklimakonferenz COP31 vom 9. bis 20. November 2026 im türkischen Antalya tagt, sind Gläubige aller Konfessionen in Deutschland aufgerufen, gemeinsam ein Zeichen der Hoffnung für die Schöpfung zu geben. Im Zentrum der bundesweiten Aktion steht das „Gebet für unsere Erde“, das Papst Franziskus im Schlussteil seiner Umwelt-Enzyklika Laudato si' verfasst hat. Es ist als Gebet für alle Menschen formuliert und eignet sich besonders gut für den ökumenischen Einsatz.

Hintergrund der Initiative vom Netzwerk eine Erde ist die ernste Lage beim globalen Klimaschutz. Trotz spürbarer Folgen der Erderwärmung reichen die weltweiten Bemühungen bisher nicht aus, um die Erwärmung auf 2 Grad zu beschränken, geschweige denn auf die im Pariser Abkommen (2015) erwähnten 1,5 Grad. Vor Ort in Antalya beobachten Organisationen wie Misereor, die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) und Brot für die Welt die Verhandlungen. Zugleich soll in Deutschland durch das gemeinsame Gebet der Ruf nach Veränderung laut werden.

 

Mitmachen

  • Das Gebet in Gottesdiensten, Andachten und anderen Veranstaltungen einplanen.
  • Den Text sichtbar machen, z.B. auf Plakaten, Roll-ups.
  • Das Gebet über Social Media Kanäle teilen. Einen Download dazu gibt es auf www.netzwerk-eine-erde.de  
  • Klimaandacht zum globalen Klimastreik am 13.11.2026

 

Gebet

Allmächtiger Gott,
der du in der Weite es Alls gegenwärtig bist
und im kleinsten deiner Geschöpfe,
der du alles, was existiert, mit deiner Zärtlichkeit umschließt,
gieße uns die Kraft deiner Liebe ein,
damit wir das Leben und die Schönheit hüten.

Überflute uns mit Frieden,
damit wir als Brüder und Schwestern leben
und niemandem schaden.
Gott der Armen,
hilf uns, die Verlassenen und Vergessenen dieser Erde,
die so wertvoll sind in deinen Augen, zu retten.

Heile unser Leben,
damit wir Beschützer der Welt sind und die Räuber,
damit wir Schönheit säen
und nicht Verseuchung und Zerstörung.
Rühre die Herzen derer an, die nur Gewinn suchen
auf Kosten der Armen und der Erde.

Lehre uns,
den Wert von allen Dingen zu entdecken
und voll Bewunderung zu betrachten; zu erkennen,
dass wir zutiefst verbunden sind mit allen Geschöpfen
auf unserem Weg zu deinem unendlichen Licht.
Danke, dass du alle Tage bei uns bist.
Ermutige uns bitte in unserem Kampf
für Gerechtigkeit, Liebe und Frieden.

Amen.

Schlussgebet aus der Enzyklika „Laudato si' – Über die Sorge für das gemeinsame Haus“ (2015) von Papst Franziskus