"Der Frieden des Advents ist auf grausame Weise gebrochen worden"

Bischof Ulrich Neymeyr zum Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt

Auf ein solches Ereignis kann man sich innerlich nicht vorbereiten, auch wenn es immer wieder seitens der Sicherheitsbehörden Hinweise gab, dass ein solches Attentat in Deutschland möglich sei. Die Meldungen und erst recht die Fernsehbilder trafen mich gestern wie ein Schock. Und die Nachrichten berichten immer noch neue und schreckliche Details.
Die Geschehnisse bedrücken mich sehr. Ich trauere um die Opfer und spreche ihren Angehörigen mein Beileid aus. Für die Verletzten hoffe ich, dass ihnen geholfen werden kann. Sie alle schließe ich in mein Gebet ein und ebenso die, die zuerst mit den Folgen des Anschlags konfrontiert waren: Passanten, Polizisten, Feuerwehrleute und medizinisches Personal.

Der Frieden des Advents ist auf grausame Weise gebrochen worden, die Freude auf das Weihnachtsfest gestört. Versuchen wir trotzdem, einen halbwegs klaren Kopf zu behalten, um das Leid durch Spekulationen und Gerüchte nicht noch schlimmer zu machen.
Die Gemeinden des Bistums Erfurt rufe ich auf, gerade an den Weihnachtstagen für die Todesopfer und Verletzten dieses Anschlags und um Frieden für die Welt zu beten.

20.12.2016