Die Nachricht vom Ü;berfall auf das Lager der Weltjugendtagsteilnehmer im Kloster Volkenroda ist im Bistum Erfurt mit großer Bestürzung aufgenommen worden.
Wir sind froh und dankbar, dass es keine Verletzten gegeben hat und die Polizei Schlimmeres durch die schnelle Festnahme von zwei jungen Männern und einem Minderjährigen verhindern konnte. Offensichtlich hatten die mutmaßlichen Täter noch einen Brandanschlag geplant.
Die Tat ist auf das Entschiedenste zu verurteilen, auch wenn Alkohol im Spiel war.
Der Ü;berfall war vermutlich fremdenfeindlich motiviert. Das Ziel kann daher nicht zufällig gewählt worden sein: Junge Menschen aus vielen verschiedenen Ländern der Erde, die mit Hunderttausenden anderer Jugendlichen zu einem internationalen, friedlichen und völkerverbindenden Treffen zusammenkommen!
Die Tat wirft einen Schatten auf den Weltjugendtag, aber er wird weder die Tage der Begegnung in Thüringen noch den Weltjugendtag in Köln verdunkeln oder gar verhindern. Denn nur im friedlichen Miteinander von Menschen unterschiedlicher Nationen können wir erfahren, dass Fremde Gäste und ein Segen sind. Das bezeugt der Weltjugendtag bereits auf beeindruckende Weise - hier in Thüringen wie im übrigen Deutschland.
So schrecklich das Erlebnis für die Jugendlichen in Volkenroda auch gewesen ist, hoffen wir, dass nicht die Tat weniger, sondern der herzliche Empfang, den die Thüringer und Thüringerinnen den Weltjugendtagsgästen bereitet haben, die Erinnerung bestimmt.
Wir sind immer noch unterwegs - nach Köln und in eine Zukunft, die keine Gewalt und Fremdenhass mehr kennt.
Für das Bistum Erfurt
Peter Weidemann
Pressesprecher
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