
(BiP). Im Folgenden dokumentieren wir stellvertretend für viele Grußworte von Weltjugendtagsgästen, die zu den "Tagen der Begegnung" im Bistum Erfurt waren, eine Ansprache von Juliet Kizza Nnakitto vor Bischof Joachim Wanke und Angehörigen des Bistums Erfurt, welche die junge Frau aus der Erzdiözese Kampala (Uganda) am 15. August 2005 vor der Aussendungsfeier zum Weltjugendtag in einem Raum des Erfurter Domes gehalten hat.
Mein Name ist Juliet Kizza Nnakitto und ich stehe hier stellvertretend für unsere Jugendgruppe der Gemeinde "Unbefleckte Empfängnis" aus Kibanga in der ugandischen Erzdiözese Kampala. Leider konnten nur sieben statt neun von uns kommen, da zwei von uns kein Visum erhalten haben.
Ich möchte mich, auch im Namen von unserem Pfarrer Deusdedit Kirunda und im Namen unseres Erzbischofs Emmanuel Kardinal Wamala, dafür bei Ihnen bedanken, dass Sie an unsere Gemeinde gedacht und uns eingeladen haben, den Weltjugendtag hier in Erfurt beginnen zu lassen.
Unser Pfarrer sagte uns, dass wir mit der Reise nach Erfurt in das Land der Hl. Elisabeth von Thüringen kommen. Darüber sind wir sehr froh. Elisabeth ist die Heilige unseres Gesundheitszentrums in Kibanga. Zwei von uns arbeiten in diesem Gesundheitszentrum: Laurence Tibi, der Leiter unserer Gruppe und gleichzeitig einer Jugendgruppe, ist Laborassistent; Juliet Kizza Nnakitto ist eine Krankenschwester.
Wir kommen als Wallfahrer in das Land Ihrer und unserer heiligen Elisabeth von Thüringen.
Wir danken Ihnen für die Einladung, für die Kostenübernahme unserer Reise, der Unterkunft und Versicherung und für alles, was Sie tun, um unsere Wallfahrt sowohl in geistlicher wie auch in menschlicher Hinsicht zum Erfolg werden zu lassen. Vielen Dank auch an Annegret Beck - unser Pfarrer erzählte uns, dass sie sich sehr für unser Kommen eingesetzt hat.
Wir sind eine junge Gemeinde, die erst im Jahr 2000 eigenständig wurde. Sie liegt etwa 50 Kilometer entfernt von Kampala, der Hauptstadt Ugandas, im Königreich Buganda. Wir haben viele Institutionen ins Leben gerufen. Wir haben eine Grundschule mit Namen "St. Charles Lwanga" und das Gesundheitszentrum der Hl. Elisabeth, welches am 19. November 1998 eröffnet wurde. Letzteres steht seither nur als Wellblechgebäude, aber wir graben gerade ein Fundament für ein dauerhaftes Gebäude und hoffen, mit unseren Bauvorhaben bis Ende des Jahres fertig zu werden. Weiterhin stehen wir kurz vor Vollendung eines Klosterneubaus, der 14 Schwestern Platz bietet. In diesem Jahr wurde unsere Schule "St. Polyemp Kibanga" für Berufene in einem Wellblechgebäude eröffnet.
Unsere Gemeinde umfasst eine Fläche von ca. 40 qkm und hat 13.000 Einwohner. Davon sind 8500 katholisch, 3000 muslimisch und der Rest ist anglikanisch bzw. gehört anderen Religionen an.
Wir danken den Familien, die uns beherbergen. Wenn wir nach Uganda zurückkehren, werden wir euch vermissen und euch nicht vergessen. In Gebeten im Gesundheitszentrum werden wir euch mit einbeziehen, und wenn möglich, dann kommt uns besuchen.
Gott segne euch! Danke.

