„Wie ich im Schweigen der Betrachtung ruhe…“

Ein Kunsthistoriker auf den Spuren von Nikolaus von Kues

Bild: Christian Schmitt; In: Pfarrbriefservice.de

Der Friedrich-Dessauer-Kreis lädt Interessierte in diesem Studienjahr zu seiner letzten Vortragsveranstaltung ein, die erfreullicherweise wieder in Präsenz stattfinden kann.

Die Veranstaltung findet am Montag,  23. Mai 2022 um 19.45 Uhr im Bildungshaus „St. Martin“, Erfurt, Farbengasse 2, statt.

Dr. Thomas Foerster, Darmstadt,  wird zum Thema „Wie ich im Schweigen der Betrachtung ruhe…“ – Ein Kunsthistoriker auf den Spuren von Nikolaus von Kues referieren. Dabei wird Foerster seine Annäherung an ausgewählte Texte und Gedanken des Theologen, Bischofs von Brixen und Kardinals Nikolaus von Kues (1401–1464) beschreiben. Insbesondere widmet er sich dem Stifterporträt des Cusanus auf dem Passionstriptychon in der Kapelle des Nikolaus-Hospitals in Kues. Das dem Hl. Nikolaus geweihte Armenhospital war von Nikolaus von Kues im Jahr 1458 gestiftet worden – als ein Altenheim besteht diese Stiftung bis in die Gegenwart hinein.
Nikolaus von Kues selbst wurde in der römischen Kirche S. Pietro in Vinculi bestattet, sein Herz aber ruht im Kapellenraum des Nikolaus-Hospitals.

Nach dem Vortrag wird es die Möglichkeit zur Diskussion geben.

Bereits um 19 Uhr wird die Abschlussvesper in der Kirche St. Crucis gefeiert, zu der ebenfalls herzlich eingeladen wird.

 
Dr. Thomas Foerster, geboren 1976 in Jena, absolvierte zwischen 1995 und 2002 sein Studium der Kunstgeschichte, Neueren Geschichte und Klassischen Archäologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Nach seinem Studium war er zwei Jahre im KMD Grafik & Designatelier in Weimar beschäftigt und promovierte zwischen 2004 bis 2008 in Jena über hochmittelalterliche Wandmalereien. Seit 2008 arbeitet er – mit kurzen Unterbrechungen – im Hessischen Landesmuseum Darmstadt, wo er seit 2018 als Kustos die Kunst des Mittelalters und die Malerei bis 1700 betreut.