Was sich Frauen wünschen – von der Kirche und für die Kirche

Leiterin des Seelsorgeamtes lädt zu weiteren Gesprächsrunden ein

Anne Rademacher, Leiterin des Seelsorgeamts, lädt interessierte Frauen zu Gesprächsrunden ein. Thema: Frauen und katholische Kirche. Anstoß dazu gab ihr die diesjährige Frauenwallfahrt am 2. Juni auf dem Kerbschen Berg (Dingelstädt), die das Motto hatte: „Sein gutes Wort teilen“.

Die Teilnehmenden waren eingeladen, ein weißes Tuch oder einen weißen Schal zur Wallfahrt mitzubringen. Vorsorglich hatte die Vorbereitungsgruppe auch noch welche in petto, allerdings reichte auch dieser Vorrat nicht für alle. Kurzerhand wurde zur Schere gegriffen und der Schal geteilt. Doch welche Bedeutung hatten die Schals und Tücher? Sie waren zum einen ein Zeichen dafür, dass sich Frauen in ihrer Kirche Gleichberechtigung wünschen. Sie möchten sich mit all ihren Gaben und Talenten einbringen, denn eine christliche Kirche geht nur gemeinsam, mit allen Frauen und Männern. Zum anderen erinnert der weiße Schal oder das weiße Tuch an die eigene Taufe.

Eigentlich könnten sie viel öfter, etwa in Wort-Gottes-Feiern, im Dienst der Krankenkommunion, bei der Kinderkatechese, in Gremiensitzungen, in ökumenischen Gottesdiensten, vielleicht sogar bei der Eucharistiefeier und vielen anderen Gelegenheiten, bei denen sich Christen versammeln, getragen werden, um sich der eigenen Taufe immer wieder bewusst zu werden. Das jedenfalls könne sie sich gut vorstellen, so die Leiterin des Seelsorgeamts, Anne Rademacher.

Nach dem bewegenden Wallfahrtsgottesdienst bot sie eine Gesprächsrunde zum „Frauenthema“ an – und es kamen so viele, sodass die bereitgestellten Stühle gar nicht ausreichten. Anne Rademacher beschreibt, dass sie Frauen erleben durfte, „die die Kirche gestalten wollen. Frauen, die wahrnehmen, dass Frauen um die 40 wegbleiben – vielleicht, weil ihre Themen nicht vorkommen. Frauen, die gern mehr mütterliche Glaubenszeuginnen erleben wollen, gerade für Kinder. Frauen, die unserer Kirche Beichtmütter wünschen. Frauen, die den Zugang für Frauen zu Ämtern wollen und solche, die sich das gar nicht vorstellen können. Vor allem aber Frauen, die sich von seinem Wort, vom Wort Gottes, bewegen lassen und das mit anderen teilen können und wollen“.

Am Ende der Gesprächsrunde stand der ausgesprochene Wunsch der Teilnehmenden, sich weiter zu vernetzen und das Thema zu vertiefen.


Dazu möchte Anne Rademacher nun konkret die Möglichkeit geben. Wer also das Gespräch fortsetzen oder sich erstmals mit daran beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen!

Notwendig ist erst einmal eine E-Mail an seelsorgeamt@bistum-erfurt.de

Bitte unbedingt mit angeben, welche Tage günstig sind, also ob lieber ein Abend in der Arbeitswoche gewünscht ist oder ob das Treffen doch besser samstags oder sonntags stattfinden soll.

Der so gefundene Termin wird dann rechtzeitig allen Interessierten weitergegeben.