Thüringer Verdienstorden für Pfarrer und Gefangenen-Seelsorger Franz-Josef Wokittel

Erfurt (BiP). Der katholische Erfurter Pfarrer Franz-Josef Wokittel hat von Ministerpräsident Dieter Althaus den Thüringer Verdienstorden verliehen bekommen. Mit dieser Auszeichnung würdigt der Freistaat hervorragende Verdienste um Thüringen und seine Bevölkerung. Althaus überreicht den Orden in einer Feierstunde mit geladenen Gästen am Samstag, 15. Mai im Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei.


Franz-Josef Wokittel wurde am 2. Dezember 1938 in Lanisch (Kreis Breslau) geboren und studierte in Erfurt Katholische Theologie am Philosophisch-Theologischen Studium, der heutigen Katholisch-Theologischen Fakultät. 1963 weihte ihn Weihbischof Dr. Josef Freusberg zum Priester. Als Kaplan und Dekanatsjugendseelsorger wirkte Wokittel von 1963 bis 1966 in Nordhausen, von 1967 bis 1970 war er Pfarrkurat in Gerstungen und Seelsorgereferent für das Dekanat Eisenach.


Seit 1970 ist er Pfarrer der Kirchengemeinde St. Severi auf dem Erfurter Domberg und zusätzlich seit 1997 Pfarrer von St. Martini. Außerdem wurde Wokittel 1990 Seelsorger in der Justizvollzugsanstalt Erfurt. Diesen Dienst, den er für 12 Jahre ausüben sollte, trat Wokittel in einer Zeit des Umbruchs und der gesellschaftlichen Veränderungen an. Neben der Arbeit mit den Häftlingen war es ihm ebenso wichtig, für die Bediensteten der JVA seelsorgerisch da zu sein. Wokittel bemühte sich um eine gute Zusammenarbeit mit den evangelischen Gefängnisseelsorgern und bereicherte mit seinen Erfahrungen die gemeinsame Konferenz der katholischen und evangelischen Anstaltsseelsorger in Thüringen.


Trotz seines Alters von 65 Jahren und der Seelsorge in einer Doppelpfarrei arbeitet Franz-Josef Wokittel immer noch ehrenamtlich bei der Betreuung der Gefangegen in der JVA Tonna mit.

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