Thüringer radeln für einen guten Zweck zum Weltjugendtag

Zweimal 500 Kilometer, und für jeden Kilometer gibt es Geld für ein Aidsprojekt in Namibia


Arnstadt/Ershausen/Köln (BiP). Viele Möglichkeiten gibt es, zum Weltjugendtag nach Köln zu kommen: mit dem Flugzeug, mit Bussen und Bahnen, mit dem Auto. Nichts davon kommt für 12 Jugendliche aus Arnstadt und Ershausen (Eichsfeld) in Frage: Die legen die 500 Kilometer lange Strecke von Thüringen nach Köln mit dem Fahrrad zurück - und tun dabei noch etwas Gutes. Für jeden zurückgelegten Kilometer erhalten die Radler von Sponsoren einen Geldbetrag, der einem Aids-Projekt der kirchlichen Hilfswerke Misereor und Brot für die Welt in Namibia zu Gute kommt. Und weil das Radeln nicht nur Mühe, sondern auch Spaß macht, legen die jungen Männer auch die Rückreise im Fahrradsattel zurück.


Organisator der Fahrradtour ist Diplom-Theologe Michael Blech, der am Arnstädter Herder-Gymnasium katholischen Religionsunterricht erteilt. "Das ist schon die dritte Tour unter dem Motto ?Beweg Was?", erzählt der begeisterte und offenbar auch begeisternde Radsportler. Denn ohne Schwierigkeiten hatte er schon Mitfahrer für Touren zum Ökumenischen Kirchentag in Berlin und zum Katholikentag in Ulm gewinnen können. Jetzt will er mit seinen 16- bis 20jährigen Mitstreitern sehr früh am Samstag nach Heiligenstadt radeln, wo sich die Weltjugendtagsteilnehmer des Bistums Erfurt mit ihren Gästen zu einem Bistumstag versammeln. Sonntags geht es dann über drei weitere Etappen in Richtung Bonn, um dort mit anderen Arnstädtern Quartier zu nehmen. Damit das Ziel Köln aber wirklich mit dem Fahrrad erreicht wird, fährt das wadenstarke Dutzend mit dem Fahrrad zum Treffen der Thüringer mit Bischof Wanke in Deutz.


Doch bevor es wirklich los geht, findet am Freitag, 12. August um 18 Uhr ein Gottesdienst mit Reisesegen in der Arnstädter Himmelfahrtskirche statt. Anschließend wird der Begleitbus, den zwei Frauen und ein Mann fahren, gepackt. Eigentlich kann dann nichts mehr schief gehen, es sei denn Sturmböen aus dem Westen bereiten allzu viel Gegenwind. Aber auch hier bleibt Michael Blech optimistisch: "Auf der Heimreise ist das dann Rückenwind, da geht es um so schneller."




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